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Faszination Gewitter

Foto: ©Nowaczyk, Medienhaus Bauer

Das erste heftige Gewitter des Jahres hat uns Donnerstag Abend überrascht. Und die momentane Wetterlage verspricht: da geht noch was. Blitz und Donner können uns die nächsten Tage immer wieder überraschen.

Faszination Gewitter

Flash ist Pflicht!
Ein original "Vestischer Blitz" auf frischer Tat ertappt auf der A31 bei Dorsten von Dennis

Früher galten Blitz und Donner als Zeichen göttlichen Zorns. Auch heute verbreiten Gewitter häufig Schrecken und Faszination zugleich. Manche verstecken sich unter der Bettdecke, andere setzen sich mit einem warmen Kakao ans Fenster und beobachten das Schauspiel am Himmel. Aber wie entstehen Gewitter eigentlich? Bei unserer Internet-Recherche sind wir auf eine tolle Animation gestoßen, die das Phänomen sehr anschaulich erklärt.

Flash ist Pflicht!

Gewitter-Mythen

Rund um das Thema "Gewitter" ranken sich die wunderlichsten Mythen. Manche sind total weit hergeholt, manche plausibel. Wir räumen hier mal mit Gewitter Mythen auf:

Buchen suchen, Weiden meiden
Stimmt nicht. In der Nähe eines Baumes ist man zwar halbwegs vor direktem Blitzschlag geschützt, aber die Gefahr eines Überschlags ist groß, sagen die Gewitter-Experten. Nicht nur am Stamm, sondern auch in der Nähe von Ästen. Blitze schlagen auch nicht immer in die höchste Erhebung ein. Zwar ist das häufig der Fall, aber eben nicht immer. In München zum Beispiel wurde ein Baum vom Blitz getroffen, der nur wenige Dutzend Meter vom Olympiaturm entfernt ist.

Metall zieht den Blitz an
Stimmt nicht. Gewitterexperten sagen: der Blitz ist mehrere Kilometer unterwegs bevor er irgendwo einschlägt – erst in den letzten 50 Metern entscheidet sich wo genau er einschlägt. Ob man nun eine metallene Spange im Haar hat oder nicht, ist dann egal. Aber eine metallene Brosche kann, falls man vom Blitz getroffen wird zu schweren Verbrennungen führen. In erster Linie sollte man sich dann aber freuen, dass man überhaupt überlebt hat.  

Telefonieren ist gefährlich
Stimmt nicht. Wer während eines Gewitters telefoniert, kann zwar tatsächlich einen elektrischen Schlag abbekommen, dabei ist aber nur noch sehr wenig Energie vorhanden. Man würde höchstens einen leichten Stromschlag spüren. Es kann passieren, dass Blitze von der Erde auf die Telefonleitung überspringen und sich der Strom dort weiter verteilt. Das Telefonieren mit dem Handy sei aber unbedenklich, sagen Gewitter-Experten.

Im geschlossenen Auto ist man sicher
Stimmt. Man befindet sich dann nämlich in einem faradayschen Käfig. Michael Faraday, ein britischer Chemiker und Physiker, hat im 19. Jahrhundert herausgefunden, dass sich die elektrische Ladung an der Außenseite eines geladenen Leiters konzentriert. Weil der Strom an allen Seiten herum fließt, bleibt das Innere einer Metallkiste frei von elektrischen Spannungen. 

Fahrrad fahren und schwimmen sind gefährlich
Stimmt zum Teil. Fahrradfahren bei Gewitter ist genauso gefährlich, wie sich ohne Fahrrad bei Gewitter im Freien aufzuhalten. Es ist immer sicherer sich in einem geschlossenen Raum aufzuhalten wenn es draußen blitzt und donnert. Wirklich gefährlich ist es bei Gewitter zu schwimmen. Gewitterexperten sagen, im Wasser breitet sich Strom viel weiter aus. Auch wenn der Blitz mehrere hundert Meter von einem entfernt einschlägt, ist man im Wasser noch in Gefahr.

Bei Gewitter müssen zu Hause alle Stecker raus
Stimmt. Tatsächlich kann ein Fernseher, ein PC oder auch alle anderen elektronischen Geräte bei einem Blitzeinschlag kaputtgehen. Das passiert durch Überspannungen. Dazu muss der Blitz nicht ein mal direkt in ihrem Haus einschlagen. Auch ein Blitzeinschlag in einem Kilometer Entfernung  kann zu höheren Spannungen führen. Der Blitz kann durch das Stromnetz, über das Antennenkabel oder über die Telefonleitung in das Gerät gelangen.

Eine Kuriosität zum Schluss: Bei Gewitter – Hintern hoch
Im Mittelalter soll es üblich gewesen sein, bei nächtlichen Gewittern den Hintern zur Tür rauszustrecken, um Blitze und die Mächte des Bösen abzuwenden. Bis heute hält sich das Gerücht, es sei für den Menschen ungefährlicher wenn der Blitz im Hintern einschlägt, statt im Kopf. Falls man getroffen wird, sei das die „sicherste Körperöffnung“ heißt es zum Beispiel im Film „Twister“.
Es gibt keine plausiblen Erklärungen, die das belegen könnten. Eher im Gegenteil: Experten sagen, es sei völlig egal, wo einen ein Blitz trifft - ob Kopf oder Hintern - die Überlebenschance liegt bei 50 Prozent. Es kann neben gefährlichen Verbrennungen auch zu Schädigungen des zentralen Nervensystems, zu Gelenkschäden, Lähmungen und zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen.

Tolle Gewitter Bilder

Im Zeitalter der digitalen Spiegelreflexkameras müsste man meinen, dass es reicht im richtigen Moment kurz den Auslöser zu drücken um das perfekte Gewitter Foto zu bekommen. Aber was dabei raus kommt, ist häufig verwackelt oder überbelichtet. Der Automatik-Modus tut es in dem Moment nämlich nicht. Da müssen Sie schon tiefer in die Trickkiste greifen. Hier die wichtigsten Tipps kurz zusammengefasst:

  • Arbeiten Sie am besten mit einem Weitwinkel-Objektiv.
  • Stellen sie die Kamera auf ein Stativ oder eine Mauer, damit nichts verwackelt.
  • Arbeiten sie am besten mit einem Fernauslöser.
  • Stellen Sie eine lange Belichtungszeit von ca. 5-30 Sekunden ein und kombinieren diese mit einer möglichst weit geschlossenen Blende.

Ausführliche Profi Tipps gibt es zum Beispiel hier und hier

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