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Stromanbieter wechseln

Foto: Gina Sanders - Fotolia

Für Strom müssen wir im nächsten Jahr wahrscheinlich mal wieder tiefer in die Tasche greifen. Das liegt daran, dass die Stromkonzerne mehr Geld für Ökostrom an den Staat zahlen müssen. Die Ökostromumlage liegt im nächsten Jahr bei einem Rekordwert von 6,24 Cent pro Kilowattstunde. 

Würden die Stromanbieter die Ökostromumlage komplett auf den Strompreis aufschlagen, würde das heißen: 

Ein Single (1500 kWh) zahlt bis zu 30 Euro mehr.

Ein Paar (2800 kWh) zahlt bis zu 60 Euro mehr.

Eine Familie (4000 kWh) zahlt bis zu 80 Euro mehr.

So geht's
Foto: Eisenhans - Fotolia

Durch einen Stromanbieter-Wechsel kann bares Geld gespart werden. Die Angst, bei einem Stromanbieter-Wechsel plötzlich ohne Strom darzustehen, ist unbegründet. Die Lichter gehen nicht aus: Der Grundversorger ist dazu verpflichtet, Strom zu liefern. Gleiches gilt für Kunden, die von von der Insolvenz eines Stromanbieters betroffen sind.

Der Anbieter-Wechsel geht in der Regel ganz einfach: Neuen Versorger suchen und Vertrag abschließen. Alles Weitere, wie die Kündigung des bestehenden Vertrags, wird vom neuen Versorger erledigt.

Einen Tarifrechner finden Sie hier.

Darauf sollte man beim Vergleich achten

Viele Verbraucher haben Angst bei einem Wechsel zu einem günstigeren Stromversorger an einen unseriösen Anbieter zu geraten. Auch wenn derzeit viele Strom-Discounter unschlagbare Preise anbieten, ist es wichtig, dass man seriöse von unseriösen Angeboten unterscheiden kann:

Bezahlen

  • Die Zahlung in Monatsraten ist günstig und fair, auch Zweimonatsraten sind in Ordnung.
  • Tarife mit Vorkasse und Kaution meiden: Damit gewährt man dem Stromanbieter einen Kredit und bezahlt die geschätzte Strommenge im Voraus. Geht der Anbieter pleite, könnte das Geld weg sein.

Preisgarantie

  • Auf Preisgarantie über langen Zeitraum achten
  • Anbieter locken oft mit eingeschränkter Preisgarantie, die sich nur auf Energiekosten oder Netzentgelte bezieht: Steigende Steuern, Abgaben und Umlagen dürfen dann an die Kunden weitergegeben werden. Die Preise können trotz Garantie also schnell steigen

Laufzeit

  • Keine lange Laufzeit vereinbaren
  • Verträge sollte nicht länger als ein Jahr laufen, damit man flexibel auf Preiserhöhungen reagieren kann
  • Achtung bei der Kündigungsfrist: Die sollte nicht mehr als einen Monat betragen

Kleingedrucktes

  • Das Kleingedruckte immer genau studieren
  • Beispiel: Nicht nur auf Gesamtkosten im Jahr achten! Ein Wechselbonus drückt oft noch die Stromrechnung im ersten Jahr. Im zweiten Jahr kann es deutlich teurer werden. Hinweise oft nur im Kleingedruckten.

Bonusangebote

  • Extrem hohe Boni und auffällig günstige Angebote meiden. Kilowattpreise unter 20 Cent sollten stutzig machen, ebenso Boni über 100 Euro oder extrem viele Frei-Kilowattstunden.
  • Wechselprämien gibt es oft erst nach einem Jahr, bei frühzeitiger Kündigung ist die Prämie verloren

Tipps für Tarifrechner

  • Verschiedene Portale nutzen und Angebote vergleichen
  • Verbrauch variieren: Bleibt Tarif der Beste, wenn man doch mehr verbraucht?
  • Für realistisches Angebot: alle problematischen Optionen wegklicken, außer Preisgarantie
  • Vertrag nicht auf Vergleichsportalen abschließen: Kein Vorteil für den Kunden
  • Nach dem Preisvergleich Angeobt direkt vom Anbieter zukommen lassen

Vertrag überprüfen

  • Vor Unterschrift unter dem Vertrag, alle Details des Wunschtarifs überprüfen
  • Häufig ändern sich zum Beispiel Wechselprämien - Tarif kann teurer werden

Einen Tarifrechner finden Sie hier. Wer sich nicht nur auf das Internet verlassen möchte, kann sich auch bei der Verbraucherzentrale beraten lassen. Eine Beratung kostet neun Euro, ein Termin ist notwendig. Hier finden Sie Öffnungszeiten und Telefonnummern der Verbraucherzentrale Recklinghausen.

 

Stromfresser

Neben einem Wechsel des Stromanbieters kann auch ein Check aller "Stromfresser" in der Wohnung helfen Geld zu sparen. Tipps dazu haben wir hier für Sie zusammengestellt!


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