NRW-Familienminister will Kitas schnell öffnen - Corona-Update 04.05

Zur Not im Alleingang möchte Joachim Stamp die Kindertagesstätten wieder in Betrieb nehmen. Zum 4. Mai treten derweil neue Lockerungen in NRW in Kraft.

© MKFFI NRW

Der Start in den Mai beginnt in Nordrhein-Westfalen mit neuen Lockerungen, die am Montag in Kraft getreten sind. Unter strengen Auflagen und Hygienemaßnahmen dürfen Friseure und Fußpflege-Salons beispielsweise wieder öffnen. Auch Zoos oder Museen gehören dazu. Hier gibt es eine Übersicht der Maßnahmen, die ab 4. Mai gültig sind:

Wieder geöffnet:

  • Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlösser, Burgen und ähnliche Einrichtungen
  • Zoologische und botanische Gärten, Tierparks, Garten- und Landschaftsparks
  • Musikschulen, Volkshochschulen und sonstige öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen dürfen öffnen
  • Aus- und Fortbildung in Behörden und Betrieben ist wieder möglich
  • In Musikschulen nur Einzelunterricht
  • Friseure und Fußpflege öffnen wieder unter Auflagen (nicht erlaubt sind) Maniküre, Gesichtsbehandlung, Kosmetik)

*Hygiene- und Abstandsregeln müssen überall eingehalten werden

Außerdem erhalten Eltern mit ihren Kindern ab Donnerstag, 7. Mai, wieder Zugang zu den Spielplätzen in NRW. Städte und Gemeinden können dabei festlegen, wie viele Personen sich maximal auf den Anlagen aufhalten dürfen. Begleitpersonen müssen dabei ebenfalls den 1,5-Meter-Sicherheitsabstand einhalten.

NRW mit Alleingang bei Kita-Öffnungen?

Familienminister Joachim Stamp hat im "Morning Briefing" von Journalist Gabor Steingart angekündigt, dass NRW eventuell deutlich schneller die Kitas wieder öffnen lässt, falls es zu keinem einheitlichen Beschluss in der Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am Mittwoch, 6. Mai, kommen sollte.

"Ich möchte jetzt gerne unseren Weg gehen. Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten", sagte Stamp. Es sei seiner Meinung nach die Phase erreicht, dass man über einen improvisierten Regelbetrieb nachdenke solle "wenn man uns den machen ließe", so der FDP-Politiker. Dazu hätte man schon ein Konzept zur schrittweisen Öffnung vorgelegt. Allgemein wünscht sich Stamp, dass Bundesländer mehr Freiheiten erhalten, da die Pandemie unterschiedlich schwer verlaufen würde.

Fallzahlen für Montag, 4. Mai

33.545 Menschen sind mit dem Coronavirus in NRW infiziert, davon sind aber schon 25.840 wieder genesen. Das Gesundheitsministerium teilte außerdem mit, dass 1.290 Menschen am Virus bislang gestorben sind. Der "Verdopplungszeitraum" beträgt derweil 32,1 Tage, Anfang April waren es noch 9,7 Tage.

Ikea überprüft Sicherheitskonzept

Der schwedische Möbelhersteller Ikea hat angekündigt, dass es sein eigenes Sicherheitskonzept überprüfen möchte. Am Wochenende kam es vor vielen Märkten zu großen Menschenmassen aufgrund langer Wartezeiten und -schlangen.

In Düsseldorf-Reisholz etwa gab es so langen Rückstau, der sogar bis auf die Autobahn A46 gereicht haben soll. Eine Sprecherin wird zitiert: "Wir werden selbstverständlich analysieren, wie sich die Situation vor den einzelnen Einrichtungshäusern dargestellt hat und prüfen, ob wir Anpassungen am Sicherheitskonzept für die Situation außerhalb der Häuser vornehmen können."

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