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Verkehrsänderungen

Bild: photocrew - Fotolia

Am 1.04.2013 tritt eine Neufassung der Straßenverkehrsordnung in Kraft. Weniger Schilder, teureres Parken und Gleichstellung der Geschlechter im Gesetzestext. Worauf Sie sich im Straßenverkehr einstellen müssen? Hier eine Zusammenfassung.





Guillaume DURIS - Charly


Parken kann teuer werden:

Das Überschreiten der Parkdauer wird um fünf Euro teurer.
10 statt bisher 5 € wird es ab April kosten, ohne Parkscheibe oder gültigen Parkschein zu parken. Das Parken auf Radwegen kostet künftig 20 - 30 € statt 15 - 20 €. Und wer beim Ein- und Aussteigen nicht auf Radfahrer achtet, muss mit 20 € statt bislang 10 € Bußgeld rechnen.


Änderung bei Verkehrsschildern:

Die Verordnung soll eigentlich dazu beitragen, das Dickicht im deutschen Schilderwald zu lichten. Erst einmal wird es aber mehr Schilder geben. Die ausrangierten sind nämlich noch bis ins Jahr 2022 gültig.


Die Geschlechterdiskriminierung:

Die Vorschriften sind nun an „das Erfordernis der sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern" angepasst. Im Gesetzestext ist deshalb zum Beispiel nicht mehr von "Fußgängern" die Rede, sondern von "zu Fuß Gehenden". Auch "Mofa Fahrende" tauchen nun auf, und aus "Fahrzeugführer" wurden "Fahrzeugführende". Diese geschlechterneutrale Formulierung ist für Gesetzgebungsverfahren vorgeschrieben.

Änderung bei Winterreifen:

Bisher war im Verordnungstext nur davon die Rede, dass die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen ist und dass dazu insbesondere eine geeignete Bereifung gehört. Jetzt wird konkret festgeschrieben, dass bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte nur mit Reifen gefahren werden darf, die den in der geltenden EU-Richtlinie beschriebenen Eigenschaften für Winterreifen (M+S-Reifen), entsprechen.

Verkehrswacht Gelsenkirchen

Auch für Radfahrer gibt es Änderungen:

Das Bußgeld für Nichtbenutzung des Radweges steigt von 15 auf 20 €. Außerdem steigen die Bußgelder für "Radweg in falscher Richtung befahren" (von 15 auf 20 €), "Einbahnstraße in falscher Richtung befahren" (von 15 auf 35 €), "Fahren in der Fußgängerzone" (von 10 bis 25 € auf 15 bis 30 €), "Fahren ohne Licht" (von 15 auf 20 €).


Tagfahrlicht für Krafträder:

Fahrer von Krafträdern können nun selbst entscheiden, ob sie mit Tagfahrlicht oder Abblendlicht fahren. Bisher war durchgängig Abblendlicht vorgeschrieben. Während der Dämmerung, Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es erfordern, ist Abblendlicht einzuschalten.

Überholverbot an Bahnübergängen:

An Bahnübergängen gilt künftig ein Überholverbot zwischen dem entsprechenden Gefahrzeichen und dem Bahnübergang selbst.

Kinder dürfen in Fahrradanhängern mitgenommen werden:

Die Beförderung von Kindern in Fahrradanhängern wird erlaubt: Bis zu zwei Kinder bis zum siebten Lebensjahr dürfen von mindestens 16 Jahre alten Personen im Fahrradanhänger mitgenommen werden.

Inliner sind keine Fahrzeuge:

Rollschuhfahrer dürfen weder Fahrbahnen noch Radwege benutzen, sondern müssen auf dem Gehweg fahren.
Ausnahme: Radwege, Seitenstreifen oder Fahrbahn können  durch ein Zusatzzeichen für Inline-Skater und Rollschuhfahrer freigegeben werden.


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