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Das ändert sich 2013

Neues Jahr - Neue Änderungen.

2013 gibt es in vielen Bereichen wieder einige Veränderungen. Im Januar kommt der Rundfunkbeitrag, die Praxisgebühr fällt weg, neue Führerscheinregelungen werden wichtig, erhöhte Strompreise kommen, der Standard-Brief wird teurer, Elterngeld kann weniger werden, die Tickets der Vestischen werden teurer, das Jahressteuergesetz 2013 hat einige Neuerungen, es gibt neues zur Rente, ab Mai kommen neue Euro-Scheine und Minijobs werden ab 2013 aufgestockt.


 

Das kommt im Vest auf Sie zu:

Tickets der Vestischen

Die Fahrtickets der Vestischen werden ab dem 01.01.2013 durchschnittlich 3,9 Prozent teurer. Wer noch alte Tickets hat, kann diese "abfahren" oder umtauschen. Die Frist zum Abfahren beträgt drei Monate - wer Einzel-, Vierer- oder Tagestickets hat, deren Preis sich zum 01.01.2013 verändert hat, kann die Tickets bis zum 31. März 2013 benutzen. Eine Erstattung der Tickets ist nicht mehr möglich - allerdings kann man die alten Tickets noch bis 31.12.2015 umtauschen.

Parken in Recklinghausen wird teurer

Ab dem 01.01.2013 wird das Parken in der Recklinghäuser Innenstadt teurer. Die Großparkplätze wie z.B. am Saalbau, Ossenbergweg, Konrad-Adenauer-Platz oder an der Kemnastraße kostetn dann 1,00 € statt 0,75 pro Stunde. Eine Parkhöchstdauer entfällt, die Tageshöchstgebühr beträgt dann 4,00 € statt 3,00 €. Die Parkplätze innerhalb der Wälle kosten 1,50 € pro Stunde. Dafür gibt es dort, auf dem Großparkplatz Hohenzollernstraße und auf der Martinistraße im Bereich der Hauptpost für eine Parkzeit von höchstens 15 Minuten lediglich 0,05 € erhoben ("Brötchentaste").
Zum Vormerken: Ab dem 01.01.2014 gilt das freie Parken ab 16.00 Uhr nicht mehr, die gebührenpflichtigen Zeiten enden dann erst um 18.00 Uhr.


 

Und das ändert sich noch:

Praxisgebühr
Foto: RB-Pictures - Fotolia

Die zehn Euro im Quartal für den Arztbesuch wird es 2013 nicht mehr geben. Damit entfällt zum Beispiel der Umweg über den Hausarzt, wenn man einen Facharzt aufsuchen möchte. Überweisungen können die Ärzte weiterhin ausstellen - als Info an den Fachkollegen. 

Zusatzbeiträge der Krankenkassen soll es nächstes Jahr erstmal nicht geben. Unsicherheitsfaktor bleibt die Konjunktur. Wenn eine größere Flaute kommt, sinken auch die Einnahmen der Krankenkassen wieder. Gerät eine Kasse in finanzielle Schwierigkeiten, darf sie bis zu acht Euro pro Monat an Zusatzbeiträgen erheben.

Erhöhte Strompreise
Foto: Eisenhans - Fotolia

2013 erwartet die Verbraucher die stärkste Strompreiserhöhung des Jahrzehnts. Insgesamt 468 Stromversorger haben eine Preiserhöhung von durchschnittlich zwölf Prozent angekündigt. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden kann das eine Erhöhung der Stromkosten um 120 Euro im Jahr bedeuten. Wir müssen wegen Anhebung der Netzentgelte und Ökostromumlage EEG deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Aber auch höhere Steuern und die erstmals erhobene Offshore-Haftungsumlage sowie die Verdoppelung der Umlage für Befreiung stromintensiver Betriebe von Netzentgelten machen die Strompreise teurer.
Wie stark und wann genau die Stromversorger ihre Preise entsprechend anpassen, ist im Moment nicht klar. Sicher ist aber, dass es große Preisunterschiede geben wird. Man sollte auf jeden Fall vergleichen und gegebenfalls wechseln.

neue Führerscheinregelung

Führerscheinprüfung bestehen, Führerschein abholen, Ruhe - Wer bisher seinen Führerschein gemacht hat, musste sich anders als beim Personalausweis nicht um ein Ablaufdatum kümmern. Das ändert sich zum 19. Januar 2013. Ab diesem Datum hat der Führerschein nur noch eine Lebensdauer von 15 Jahren. Keine Sorge, danach muss man keine neue Führerscheinprüfung ablegen - es handelt sich lediglich um einen reinen Verwaltungsakt. Man will mit dem Umtausch dafür sorgen, dass das Dokument an sich und auch das Lichtbild immer auf einem halbwegs aktuellen Stand sind. Die Neuregelung betrifft nicht nur Führerschein-Neulinge, die ab dem 19. Januar 2013 ihre Fahrprüfung ablegen: Wer ein neues Führerscheindokument beantragen muss, fällt automatisch unter die 15-Jahres-Frist.

Briefmarken werden teurer

Die Deutsche Post sieht sich nach vielen Jahren der Preiskonstanz und trotz größter Kostendisziplin gezwungen, Anpassungen einzelner Preise vorzunehmen. Nach über 15 Jahren wird zum 01.01.2013 unter anderem der Standardbrief bis 20 Gramm von 0,55 auf 0,58 Euro erhöht. Sollten bis zum Portowechsel nicht alle Briefmarkenbestände aufgebraucht sein, kann man Ergänzungsmarken kaufen. Die Post hat dafür extra eine Drei-Cent-Marke drucken lassen. Ein Umtausch ist also nicht nötig. Maxibriefe kosten ab 2013 gleich 20 Cent mehr, ein Kompaktbrief ins Ausland bis 50 Gramm kostet 5 Cent mehr. Die Portokosten für Postkarten bleiben stabil bei 45 Cent. Neben preislichen Änderungen werden darüber hinaus einzelne Produkte eingestellt bzw. durch Alternativen aus dem bestehenden Produktangebot ersetzt. Alle Infos finden Sie hier.

Elterngeld
Bild: Deutsche Annington

Gesetzesänderung beim Elterngeld: Wer 2013 ein Baby bekommt, muss mindestens sieben Monate vor der Geburt in die richtige Steuerklasse wechseln - sonst gibt es weniger Elterngeld als bisher. Die Einbuße kann bis zu 100 Euro ausmachen.

Bis zur Gesetzesänderung galt: Arbeitnehmer nahmen den Nettolohn nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen zur Grundlage. Für das Neugeborene bekommt man dann in der Regel 65 bis 67 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens der vergangenen zwölf Monate vor der Geburt. Grundsätzlich gilt dabei: Je mehr Netto, desto mehr Elterngeld.

Ab 2013 wird anders gerechnet: Dann wird der Bruttolohn für die letzten zwölf Monate vor der Geburt zugrunde gelegt und nicht mehr der Nettolohn wie bisher. Der Staat zieht vom Brutto neue Pauschalsätze ab, insgesamt 21 Prozent für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der Wert liegt allerdings rund einen halben Proezntpunkt über den aktuellen Beitragssätzen. Die Folge: Das berechnete Nettoeinkommen ist geringer - und damit auch das Elterngeld.

Das neue Gesetz wirkt sich stark auf die Lohnsteuer aus, die ebenfalls vom Brutto abzuziehen ist. Dafür ist die Lohnsteuerklasse maßgeblich, die der betreuende Elternteil in den letzten zwölf Monaten am längsten hatte. Verheiratete können mit einem cleveren Wechsel der Steuerklasse in der Schwangerschaft ihr Nettoeinkommen nach oben schrauben. Wichtig: Der Umstieg in die andere Steuerklasse muss 2013 sieben Monate vor der Geburt passiert sein. Eltern müssen sich damit auch viel früher entscheiden, wer von beiden zu Hause bleibt.

Beispiel: Verpasst das Ehepaar den Umstieg in die richtige Steuerklasse, gilt die ungünstigere. Einer Mutter, die 2000 Euro brutto im Monat hat und erst fünf statt sieben Monate vor dem Geburtstermin von Klasse IV auf die günstigere III wechselt, bekommt knapp 60 Euro weniger Elterngeld.

Am besten zu Beginn der Schwangerschaft Rat einholen! Hier können Sie ihr Elterngeld berechnen.

Rauchmelder-Pflicht
Bild: feuerwehr-buchenberg.de

Rauchmelder in Privathaushalten werden ab dem 1. April 2013 Pflicht in NRW. In der Übergangsphase sollen zunächst Brandmelder in Neubauten zur Erstausstattung gehören. Bis zum 30. September 2016 sollte dann jedes Gebäude mit Rauchmeldern ausgestattet sein.
Die Erstausstattung der Wohnung muss der Vermieter vornehmen, die Wartung die Mieter. Feuermelder müssen in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren angebracht werden.
Ein Gerät kostet zwischen 10 und 30 Euro.

Jahressteuergesetz 2013
Foto: matttilda - Fotolia

Steuerzahler müssen sich 2013 auf viele Neuerungen einstellen. Leider sind nicht alle vorteilhaft.

Wehrdienst:

Bislang waren die Bezüge des freiwilligen Wehrdienstes komplett steuerfrei. Ab 1. Januar 2013 ist damit Schluss. Dann ist nur noch der Grundwehrsold - 280 bis 350 Euro monatlich - steuerfrei bleiben, nicht aber sonstige Zahlungen und Zuschläge. Dazu zählen etwa das Weihnachts- und Entlassungsgeld, der monatliche Wehrdienstzuschlag sowie Zuwendungen für Unterkunft und Verpflegung. Für Freiwillige, die ihren Dienst vor dem 1. Januar 2013 antreten, bleiben ihre Bezüge für die gesamte Dienstzeit steuerfrei. Dafür können sich Eltern freuen: Für erwachsene Kinder im freiwilligen Wehrdienst gibt es sechs Monate lang Kinderfreibeträge oder Kindergeld.

Lohnsteuerkarte:

Zum 1. Januar 2013 kommt die elektronische Lohnsteuerkarte, die sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber viel Bürokratie und Zeit einsparen soll. Die Daten der Mitarbeiter wie zum Beispiel Steuerklasse, Zahl der Kinder oder Freibeträge müssen nicht mehr per Hand erfasst werden. Geplant ist, dass Arbeitnehmer die Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte ab 2014 nicht mehr jedes Jahr neu beantragen müssen, sondern dass die Anträge dann jeweils für zwei Jahre gelten. Trotzdem sollten Arbeitnehmer nicht vergessen, Änderungen umgehend dem Finanzamt zu melden. Fallen nämlich Voraussetzungen für einen Freibetrag später nachträglich weg, besteht die Gefahr, dass im Folgejahr erheblich Steuern nachgezahlt werden müssen.

Ehegatten:

Der Streit um die steuerliche Gleichstellung eingetragener gleichgeschlechtlicher Lebenspartner geht in die nächste Runde. Auch wenn es eine Absage der Bundesregierung gibt, setzt sich der Bundesrat weiterhin für die Gleichstellung ein. Auch wenn die Angleichung der Rechte noch nicht in das Jahressteuergesetz 2013 geschrieben werden sollte, wird ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vermutlich darauf bestehen, dass die Gleichstellung in den nächsten Jahren erfolgt.

Fristen:

Unternehmer sind verpflichtet, Geschäftsunterlagen bis zu zehn Jahre aufzubewahren. Im Zuge des Bürokratieabbaus sollen die Aufbewahrungsfristen ab 2013 in einem ersten Schritt auf acht Jahre, in einem weiteren Schritt ab 2015 auf sieben Jahre verkürzt werden. Das gleiche gilt auch für Selbstständige und Freiberufler. Nach sechs Jahren dürfen allerdings Geschäftsbriefe, Kassenzettel, Mahnungen, Preislisten sowie sonstige Unterlagen in den Reißwolf.

Elektroautos:

Wer das betriebliche Elektroauto zur privaten Nutzung benutzt, wird durch eine Regelung zum Nachteilsausgleich gefördert. Das Gesetz sieht unter anderem eine Verländerung der Steuerbefreiung für reine Elektro-Fahrzeugen von derzeit 5 auf 10 Jahre vor.

Neues zur Rente

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt von 19,6 auf 18,9 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden damit um mehr als drei Milliarden Euro jährlich entlastet. Ein Durchschnittverdiener mit 2600 Euro brutto im Monat zahlt damit etwa neun Euro weniger als bisher in die Rentenkasse.
Anhebung der Regelaltersgrenze erreicht zweite Stufe: Neu-Rentner des Geburtsjahrgangs 1948 müssen 2013 für eine abschlagfreie Rente zwei Monate über ihren 65. Geburtstag hinaus arbeiten. Im Jahr 2029 ist dann der Prozess beendet, die Rente mit 67 erreicht.
Bis Mitte 2013 plant die Bundesregierung die Einführung einer Art Mindestrente.

Neue Euroscheine

2013 kommen neue Euro-Scheine. Die Europäische Zentralbank will ab Mai 2013 die alten Noten nach und nach durch neue ersetzen. Die neuen Banknoten werden mit mehreren zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet sein. Das neue Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand werden das Motiv der griechischen Mythenfigur Europa tragen.
Im Mai werden dann zunächst die überarbeiteten Fünf-Euro-Scheine in Umlauf gebracht. Wie Scheine genau aussehen, wird man erst im Januar 2013 sehen. Die alten Noten behalten ihren Wert, sollen aber nicht dauerhaft als Zahlungsmittel verwendet werden können. Wenn es soweit ist, kann man die Noten gegen neue Scheine umtauschen.

Reform Verkehrssünderkartei

Im Laufe des Jahres 2013 will Verkehrminister Peter Ramsauer das Flensburger Punkte-System reformieren. Nach dem neuen System sollen Fahrer nur noch für solche Verstöße Punkte erhalten, die die Verkehrssicherheit gefährden. Allerdings werden die Strafen für Verkehrssünden teurer werden. Wer mit dem Handy am Steuer erwischt wird, soll künftig 70 statt 40 Euro zahlen. Das gleiche gilt, wer bei Regen, Nebel oder Schneefall sein Auto nicht korrekt beleuchtet. Bei Behinderung eines Rettungsfahrzeuges soll das Bußgeld von 50 auf 65 Euro klettern und bei einem abgefahrenen Reifen sind künftig 70 statt 50 Euro fällig.

Minijobs

Ab Januar 2013 wird die Einkommensgrenze der Minijobs erstmals seit der Einführung von 400 auf 450 Euro angehoben. Außerdem sollen die Minijobs rentenversicherungspflichtig werden. Seitdem die Bundesregierung 2003 die Minijobs eingeführt hat, ist deren Anteil am Gesamtarbeitsmarkt auf derzeit rund 20 Prozent angestiegen. Im Februar 2012 verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit über 7,4 Millionen Arbeitsstellen dieser Art. Aufgrund der Preis- und Lohnentwicklung will die Koalition jetzt also die Einkommensgrenze anheben.
Derzeit sind Minijobber noch von Rentenversicherungsbeiträgen befreit. Nur der Arbeitgeber zahlt pauschal seinen Anteil an der Rentenversicherung von 15 Prozent. Minijobber können zur Zeit mit einem sogenannten Verzicht auf die Versicherungsfreiheit den Anteil freiwillig von 15 auf 19,9 Prozent aufstocken. Für den Minijobber bedeutet das Abzüge von 4,9 Prozent im Monat. Durch die Aufstockung wird der Minijob als Versicherungszeit angerechnet, und man kann Riester-Rente beantragen. Ab 2013 sollen Minijobs dann rentenversicherungspflichtig werden. Der Beitrag soll jedoch gesenkt werden, sodass der Minijobber statt 4,9 Prozent nur noch 4,6 Prozent einzahlt. Wer das nicht möchte, kann auch einen Antrag auf Versicherungsfreiheit stellen.

Der neue Rundfunkbeitrag
Foto: www.rundfunkbeitrag.de

Viele werden sich darüber ärgern: Am 1. Januar 2013 kommt der neue Rundfunkbeitrag und löst damit die Rundfunkgebühr ab. Künftig ist der Beitrag gleich - egal wieviele Menschen in der Wohnung leben und welche Rundfunkgeräte vorhanden sind. Es wird nicht mehr zwischen Computer, Radio und Fernseher unterschieden. Der Beitrag beträgt einheitlich 17,98 Euro.

Für viele Gebührenzahler hat die neue Regelung finanzielle Nachteile. Wer bislang nur ein Radio angemeldet hat, zahlt nun über zwölf Euro mehr. Und wer bisher komplett auf Radio und Fernsehen verzichtet hat, muss ab 2013 den vollen Rundfunkbeitrag bezahlen. Die neue Regelung kommt lediglich Wohngemeinschaften, einigen Familien und nichtehelichen Lebensgemeinschaften zugute, die bisher mehrfach Rundfunkgebühren bezahlen mussten.

Der Rundfunkbeitrag kommt übrigens ausschließlich den öffentlich-rechtlichen Sendern wie dem WDR zu Gute. Privatfinanzierte Radios wie Radio Vest und die anderen NRW-Lokalradios bekommen von dem Beitrag keinen Cent. Wir finanzieren uns auch 2013 wie bisher nur durch Werbeeinnahmen.

Alle Infos zum Rundfunkbeitrag gibt es hier.


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