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EU-Handygebühren

Endlich gehören explodierende Kosten für Handygespräche im Ausland der Vergangenheit an: Ab dem 1. Juli 2013 sinken die Gebühren für Telefonate um rund 20 Prozent. Auch das mobile Internet im EU-Ausland wird dann um 35 Prozent günstiger.
Die neue Regelung kann also bei einem 14-tägigen Urlaub in Spanien oder Frankreich einiges an Geld sparen: Ein Anruf aus dem europäischen Ausland kostet dann maximal 24 statt bisher 29 Cent pro Minute (ohne Mehrwertsteuer). Eine SMS kostet dann mit Steuern höchstens 9,5 Cent satt 10,7 Cent. Ankommende SMS kosten den Handynutzer weiterhin nichts. Ab Juli 2014 sollen die Werte dann noch mal günstiger werden.

Fallen die Auslands-Gebühren vielleicht auch bald ganz weg?

Das ist das Ziel der EU-Komission. Als Termin gilt das Jahr 2015. Einen Gesetzesentwurf will die EU-Komissarin Neelie Kroes im September präsentieren.

Worauf sollte ein Handynutzer im Urlaub achten?

Man sollte auf den Warnhinweis achten, wenn beim Datenroaming eine bestimmte Kostengrenze erreicht ist. Alle Mobilfunkbetreiber sind dazu verpflichtet dafür zu sorgen, dass eine Surfrechnung im Ausland nie über 59,50 € kommt. Die Mailbox sollte im Ausland ausgeschaltet oder nicht abgehört werden. Im Ausland gibt es außerdem häufig kostenlose oder deutlich preiswertere WLAN-Zugänge.

Viele Netzbetreiber bieten spezielle EU-Pakete an

In jedem Netz kann man spezielle Zusatzoptionen dazubuchen:

Telekom: 2,95 € (50 MB)
Vodafone 3 € (50 MB)
O2: 1,99 € (25 MB)
E-Plus: die ersten 10 MB sind kostenlos - danach kostet das Paket "EU Reisepaket Woche" 10 Euro (150 MB)

Grundsätzlich ist in jedem Urlaubsland möglich, vor Ort eine Prepaid-SIM-Karte des örtlichen Mobilfunkbetreibers zu kaufen. Die Kosten für die Karte und der entsprechenden Surf-Tarif sind immer erheblich günstiger als die Pakete des eigenen Netzbetreibers.

Urlaub im neuen EU-Land Kroatien:

Etwa vier Millionen Europäer machen nach EU-Angaben jedes Jahr Urlaub in Kroatien. Die Telefongebühren werden für Urlauber laut EU-Kommision bis zu 15 Mal günstiger. Verreist eine Familie für eine Woche nach Kroatien, spart sie 397 Euro gegenüber dem letzten Sommer.

Wie sieht das Telefonieren außerhalb der EU aus?

Für Übersee oder Asien gelten die Regeln nicht. Die EU kann ihre Gesetzgebung nämlich nicht auf außereuropäische Länder anwenden.

Was ist Roaming überhaupt?

Das Wort Roaming bedeutet "umherwandern". In der Welt der Telekommunikation steht es für die Möglichkeit, auch in ausländischen Mobilfunknetzen zu telefonieren. Die Anbieter verlangen für die Weiterleitung von Gesprächen und Daten sogenannte Roaming-Gebühren. Die machen rund 4 Prozent des gesamten EU-Mobilfunkmarktes aus -das sind in etwa 5 Milliarden Euro Umsatz.


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