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Fahrradjäger

Fahrradcodierung 2.0: Fahrradjäger

Jedes Jahr werden allein im Kreis Recklinghausen etwa 5.000 Fahrräder geklaut. Die Aufklärungsquote ist gering: Von zehn Diebstählen wird gerade mal einer aufgeklärt.

Das Internetportal "Fahrradjaeger.de" soll Diebe abschrecken und dabei helfen, gestohlene Fahrräder wiederzufinden. Dafür gibt es einen Aufkleber mit QR-Code - eine Art Nummernschild. Die Registrierungsnummer schreckt in der Regel viele Diebe von Anfang an ab - wird das Fahrrad doch gestohlen, kann es dadurch schneller wiederbeschafft werden. Sinnvoll ist der QR-Code auch dann, wenn man ein gebrauchtes Fahrrad kaufen und sicher sein will, dass das Rad nicht irgendwo gestohlen wurde: Einfach mit der Smartphone-App den Code abscannen und nachschauen, ob das Fahrrad als vermisst gemeldet ist. Der QR-Code-Aufkleber kostet einmalig 9 Euro.

Schutz vor Fahrraddiebstahl
Doppelt hält besser

Das richtige Schloss:

Die meisten Fahrrad-Schlösser sind viel zu einfach zu knacken. Das sagt zumindest Stiftung Warentest. Sie hat verschiedene Schlösser unter die Lupe genommen. Bügelschlösser haben grundsätzlich am besten abgeschnitten - am schlechtesten dagegen Spiralkabel.

Bügelschloss: Sie lassen sich mit normalem Werkzeug kaum knacken - vor allem nicht innerhalb weniger Minuten. Der Nachteil: Sie sind starr und unflexibel. Kostenpunkt: mindestens 40 Euro.

Faltschloss: Sind flexibler als ein Bügelschloss - die starren Elemente sind wie bei einem Zollstock untereinander beweglich. Der Testsieger von Stiftung Warentest kostet allerdings 120 Euro.

Kettenschlösser: Nicht besonders stabil - lassen sich oft mit handesüblichen Zangen knacken. Sind aber zur zusätzlichen Sicherung zu empfehlen.

Spiralkabel: Die Schlösser sind zwar oft günstig, aber auch schnell aufzubrechen. Von der Polizei werden sie deshalb auch schon mal als "Geschenkbänder für Diebe" bezeichnet.

Wer sein Fahrrad besonders gut schützen will, nimmt getreu dem Motto "Doppelt hält besser" zwei unterschiedliche Schlösser.

Der ausführliche Bericht von Stiftung Warentest zum Nachlesen hier. (kostenpflichtig)

Fahrradcodierung

Ähnlich wie der Aufkleber mit QR-Code wird eine individuelle Nummer auf den Fahrradrahmen eingraviert. Auch das schreckt Diebe ab - außerdem können Polizei oder Fundbüro den Fahrrad-Eigentümer durch den Code schnell herausfinden und informieren. Die normale Rahmennummer reicht in der Regel nicht aus. Möglich ist die Gravur zum Beispiel beim ADFC: Die Kosten liegen zwischen 5 und 15 Euro.


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