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Google-Datenschutz ändert sich

Seit Wochen werden wir bei den diversen Google-Diensten wie "YouTube", "Google+", "Google Mail" oder der Suchmaschine selber darauf hingewiesen: Der Softwarekonzern ändern zum 1. März seine Datenschutzbestimmungen. Genauer: Er führt die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der über 60 Dienste zusammen. In Zukunft gibt es nur noch eine Datenschutzrichtline. Und wenn es nach Google geht auch nur noch einen Account für alle Dienste.

Warum macht Google das?

Nur noch ein Account, nur noch einmal "Ja" zu den Datenschutzregeln sagen? Das macht Google das Datensammeln natürlich leichter. So kann der Softwarekonzern noch gezielter Werbung verkaufen und platzieren - denn damit werden alle Google-Dienste miteinander verknüpft.
Beispiel: Ich suche bei Google nach Autos der Marke XY und surfe danach zu YouTube - genau da werden mir dann automatisch schon Videos von Autos der Marke XY angezeigt - und bei Google Mail tauchen wahrscheinlich auch Anzeigen dazu auf.

Was kann ich machen?

Wer sich am 1. März oder danach bei einem Google-Dienst anmeldet (Mail, Google+, Google Docs, YouTube, etc.), der akzeptiert 1. die neuen Datenschutz-Richtlinien und ist danach mit diesem Account auch 2. automatisch bei allen anderen Google-Diensten angemeldet. Wer das nicht möchte kann folgendes machen:

1. Bei Diensten wie YouTube oder der Suchmaschine Google müssen Sie sich nicht anmelden, um sie zu nutzen. Dann sammelt Google zwar Daten, kann diese aber keiner Person zuordnen.

2. Sie kündigen Ihren Google-Account. Dafür müssen Sie mit Ihrem Account angemeldet sein. Sie gehen dann zu den "Kontoeinstellungen" und wählen dann die Funktion "Konto schließen und alle damit verknüpften Dienste und Informationen löschen". Sie können auch die Daten für einzelne Produkte, wie zum Beispiel Google Mail, löschen.

3. Sie nutzen Alternativen zu Google-Diensten. Informationen sollte man nicht einzig und allein bei einem Anbieter im Internet speichern, empfiehlt zum Beispiel der Verbraucherzentralen Bundesverband.

So oder so empfehlen wir Ihnen: Lesen Sie sich die neuen Datenschutzbestimmungen durch  und überprüfen Sie, was Google schon alles über Sie weiß! Und wer möchte, kann vor der Umstellung auch seine Daten löschen, die die Google-Suchmaschine gesammelt hat. Dazu müssen Sie sich in Ihrem Google-Account anmelden und dann auf die Google-History surfen. Dort klicken Sie auf "Gesamtes Webprotokoll löschen" und bestätigen mit Okay. Auch, wenn Sie so die Web History abschalten, sammelt Google übrigens auch weiter Daten für interne Zwecke. Diese können auch von Strafermittlungsbehörden angefordert werden.

Alternativen zur Google Suchmaschine

bing.de - die Suchmaschine von Microsoft ist 2009 gestaret und hat es mittlerweile hinter Google auf Platz 2 der Suchmaschinen geschafft. In einigen Fällen liefert bing sogar bessere Ergebnisse als Google - zum Beispiel, durch eine Kooperation mit Facebook.

yahoo.de - ist heute die Nummer 3 der Suchmaschinen-Riesen und greift auf die Daten von bing zurück.

ixquick.de - bezeichnet sich selber als "diskreteste Suchmaschine der Welt". Wer mit ixquick.de sucht hinterlässt keine Spuren im Internet. Es werden weder die Art, der Zeitpunkt der Suchanfragen noch die eigene IP-Adresse gespeichert. Das tun Google, Bing und Co. nämlich bei jeder Suchanfrage!

Alternativen zu Google Mail und Co.

Wer Alternativen zu den Diensten Google Mail, Kalender, Maps oder zum Browser Google Chrome sucht, wird hier fündig: Die Kollegen vom MECK (Ein Infoportal von IHK Würzburg-Schweinfurt, dem Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik der Universität Würzburg und der Handwerkskammer für Unterfranken, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Forschung) haben Ausweichmöglichkeiten gesucht und getestet!


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