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Heuschnupfensaison

Foto: Fotowerk/Fotolia // Landwirtschaftlicher Kreisverband Recklinghausen

Der Frühling ist da! Während sich die einen über die warmen Temperaturen freuen, kämpfen Allergiker schon jetzt mit juckenden Augen und einer laufenden Nase. Die Pollen sind unterwegs und das nicht nur richtig früh in diesem Jahr sondern auch richtig heftig. Experten reden von einer richtigen Pollenexplosion!

Wird die Pollenbelastung bei Wärme plötzlich doppelt zu hoch?

Experten erwarten eine Art Pollen-Explosion. Denn dann blüht alles auf einmal, was normalerweise zeitlich nacheinander blüht. Aktuell fliegen schon Haselnuss, Erle und Weide-Pollen. Bleibt das Wetter so, kann es bei der Birke sehr schnell gehen. Birkenpollen sind sehr allergen. Die Gräser lassen Allergiker voraussichtlich noch bis Anfang Mai in Ruhe.

Allergie oder richtiger Schnupfen?

Wenn die Augen tränen und die Nase läuft, kann sowohl eine Erkältung als auch Heuschnupfen dahinterstecken. Auf den ersten Blick ähneln sich die Symptome. Gerade zu Beginn der Pollensaison ist die Verwirrung groß. Es gibt aber eine Reihe von Unterscheidungsmerkmalen:

Was hilft gegen Heuschnupfen?

Medikamente:

  • Antihistaminika sind relativ weit verbreitet. Die zumeist ohne Rezept in der Apotheke erhältlichen Produkte sind nebenwirkungsarm und effektiv in ihrer Wirkung. Die bekanntesten Wirkstoffe sind Ceterizin und Loratadin.
  • Kortison wird heutzutage erfolgreich in lokaler Form, also an der Stelle, an der Beschwerden auftreten (zum Beispiel den Atemwegen), angewendet. Die Wirkung ist sehr gut und die Nebenwirkungen sind gering. Im Gegensatz zu den Antihistaminika sind kortisonhaltige Präparate verschreibungspflichtig und finden Anwendung, wenn Antihistaminka die Beschwerden nicht ausreichend lindern.
  • Desensibilisierung kann man anwenden, wenn Medikamente nicht helfen. Mit Therapie sollte man allerdings vor der Pollensaison beginnen.

Was kann man sonst noch tun?

  • die Pollenvorhersage bei Radio Vest hören - so wird man nicht überrascht und kann mit Medikamenten vorsorgen
  • bei starken Pollenflugtagen Fenster geschlossen halten
  • öfter Staubsaugen, der Sauger sollte außerdem einen Filter für Allergiker haben
  • jeden Abend die Haare waschen, damit keine Pollen ins Bett gelangen
  • am Meer Urlaub machen, dort bleibt man von Pollen verschont
  • bei Juckreizattacke kaltes Wasser durch die Nase einziehen, damit sich die Allergene nicht festsetzen
Heuschnupfen-Meldesystem

Der deutsche Allergie- und Asthmabund hat ein Heuschnupfen-Meldesystem eingerichtet. Das Ganze funktioniert so ähnlich wie unsere Blitzer-Melder. Menschen, die an bestimmten Orten allergisch reagieren, sollen eine hohe Pollenbelastung selbst melden. Die Belastung wird dann in einer interaktiven Karte eingetragen, wo sie andere Allergiker abrufen können.
So soll zusätzlich zu den Pollenflugvorhersagen, ein Ist-Zustand beschrieben werden und Allergikern helfen, sich auf Belastungen einzustellen.

Die Pollenkarte und Aktuelle Meldungen finden Sie hier.

Apps für Allergiker

Mit der App „Allergiker-Helfer“ hat man die aktuelle Luftbelastung durch Pollen, UV, Ozon und Feinstaub immer im Blick. Die App zeigt eine 2-Tages-Vorhersage an und aktualisiert acht Mal täglich.

Die "Asthma-Info"-App klärt rund um das Thema Asthma auf. Asthmatiker können dort ein Tagebuch über ihre Anfälle führen und in einer Wetterprognose alles über Luftschadstoffe und Pollen erfahren.

Mit der "Pollen-Flug"-App findet man heraus, ob Eiche, Buche oder Ampfer fliegen. Allergiker können sich so auf die Bedingungen einstellen.

Die App "Pollen-Radar" bietet ebenfalls die aktuellste Pollenflug-Vorhersage für ganz Deutschland. Man bekommt außerdem einen Ausblick auf die nächsten zwei Tage.


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