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Knigge: Neue und alte "Benimm-Regeln"

Die deutsche Knigge Gesellschaft hat ihre Sammlung von „Benimm-Regeln“ mal wieder auf Fordermann gebracht. Ab dem kommenden Jahr gilt:

Das Popcornverbot im Kino

Kino-Gänger, die in ihren Jumbo-Popcorn-Tüten wühlen und dann die Kieferknochen knacken lassen, haben fast alle von uns schon mal auf die Palme gebracht. Wenn dann nebenan auch noch penetrant getuschelt wird, ist es mit dem entspannten Filmgenuss ganz vorbei. Deswegen gilt ab sofort die neue Regel: Im Kino sind wir so leise wie im Theater.

Zwangstrennung für Ehepaare

Auf Familienfeiern und Partys sollten Paare getrennt platziert werden, am besten an zwei verschiedenen Tischen. Paare zusammenzusetzen ist nämlich der Partykiller Nummer 1. Bei einer Feier sollen neue Kontakte entstehen sollen – das hebt die Stimmung. Diese Regel gibt es schon länger, aber die Knigge-Gesellschaft weist noch mal ausdrücklich auf die neue alte Regel hin: Ehepaare sitzen am Tisch nicht nebeneinander.

Naschen erlaubt

„Schatzi, probier doch mal von meinem Schnitzel“. Naschen beim Partner ist bisher in vielen Restaurants ein No-Go gewesen. Das ist aber viel zu hochnäsig und nicht mehr zeitgemäß, meint die deutsche Knigge-Gesellschaft. In vielen Ländern ist es sowieso üblich, dass alle am Tisch von Allem probieren können. Restaurants sollten sich darauf einstellen und zusätzliches Geschirr bereit stellen. Ab sofort gilt die neue Regel: Im Restaurant darf vom Essen des Partners probiert werden. 

 

Was gehört sich eigentlich?

Einige Knigge-Regeln haben wir hier noch mal zusammengefasst, für alle, die ihr Wissen in Sachen „Benimm“ noch mal auffrischen möchten.

„Erst die Dame“ – die Hand geben

Im Privaten gilt immer noch „Ladies first“. Geben Sie immer zuerst der Dame die Hand, auch wenn Sie sie nicht kennen. Im Business ist „Ladies first“ abgeschafft. Hier zählt die Hierarchie. Der Handschlag geht in der Regel vom Höhergestellten aus und dieser sollte auch zuerst begrüßt werden.

Der Mann hält der Frau die Tür auf

Gaststättentüren gehen in der Regel nach außen hin auf, zum Zwecke der Fluchtmöglichkeit. Aber auch wenn eine Tür nach Innen aufgeht, sollte man der Dame die Mühe abnehmen, sie selbst zu öffnen.
Unhöflich ist es eine Tür hinter sich zufallen zu lassen, ohne Rücksicht auf Leute die einem folgen.

Mann hilft Frau in den Mantel

Seien sie vor allem als Mann höflich, ohne herablassend zu sein. Sie müssen dem „schwachen Geschlecht“ nicht zu Hilfe eilen. Mit etwas Feinfühligkeit werden sie merken, ob sich die Frau in den Mantel helfen lassen möchte oder nicht.

„Mahlzeit“ sagen

Jemanden mit „Mahlzeit“ zu begrüßen ist spießig und seit mehreren Jahren schon out. Die Grußformel kommt aus dem Kloster – früher wurde so das Essen angekündigt. In vielen Situationen ist ein „Mahlzeit“ sogar unangebracht und ekelhaft, findet die deutsche Knigge-Gesellschaft. Zum Beispiel zur Begrüßung auf einer öffentlichen Toilette. Wenn Sie Ihr Chef mit einem „Mahlzeit“ begrüßt, können Sie es allerdings wiederholen.

„Gesundheit“ wünschen wenn jemand niest

Das macht man schon seit mehreren Jahren nicht mehr. Knigge sagt: Derjenige der niesen muss, sollte sich entschuldigen. Der „Angenieste“ sollte den Vorfall möglichst unkommentiert lassen.


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