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Zufällige Erfindungen

Coca-Cola war eigentlich als Medizin gedacht, Viagra sollte den Blutdruck senken und Amerika wurde auch nur aus Zufall entdeckt. Viele zufällige Erfindungen sind aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken:

Quelle: Coca-Cola
Coca-Cola als Medizin

Amerikaner John Sith Pemberton wollte 1886 eigentlich ein Medikament gegen Magenverstimmung und Kopfschmerzen entwickeln. Gemixt mit Sodawasser ergab das Medikament ein wohlschmeckendes Getränk. Damit war Coca-Cola geboren.

Nach dem Tod von Pemberton 1892 hat der Apothekengroßhändler Asa Griggs Candler die Rechte an Coca-Cola gekauft und "The Coca-Cola Company" gegründet.

Christoph Kolumbus (Foto: Wikipedia)
Amerika - eine zufällige Entdeckung

1492 ist Christoph Kolumbus eigentlich aufgebrochen, um einen neuen Seeweg nach Indien zu entdecken. Gefunden hat er ganz zufällig Amerika. Bei seinen folgenden Expeditionen auf dem Kontinent, glaubte er, dass er in "Westindien" gelandet ist und nicht auf einem neuen Kontinent.

Kurz nach dem Tod von Kolumbus 1506 hat Amerigo Verspucci den Beweis erbracht, dass man es mit einem neuen Kontinent zu tun hat. Seitdem heißt er Amerika.

Mikrowelle (Foto: Radio Vest)
Mikrowelle - erfunden wegen Schokoriegel

Percy Spencer entwickelte in den 1940er Jahren Magnetrons zur Erzeugung von Radarwellen für amerikanische Kampfflugzeuge. Bekannt war zwar, dass Magnetrons Wärme erzeugen, es sah aber niemand einen Nutzen darin. Erst als Spencer sich einem Magnetron näherte und in seiner Hosentasche ein Schokoriegel schmolz, kam Spencer auf die Idee des Mikrowellenherdes. Das erste Modell wurde 1947 produziert: Er war fast 1,80 m hoch, wog 340 kg und hatte eine Leistung von 3000 W.

Packung Viagra (Foto von SElefant bei Wikipedia)
Viagra - ursprünglich als Blutdrucksenker

In den 1990er Jahren wollten die Pharmazeuten des amerikanischen Konzerns Pfizer ein Medikament entwickeln, das die Durchblutung des Herzmuskels verbessern sollte. Dabei fanden sie den Wirkstoff Sildenafil.

Während einer 10-Tages-Studie entdeckten die Forscher, dass der Wirkstoff nicht nur das Herz der Probanden durchblutete, sondern auch den Penis. Bei 70 Prozent der Männer mit Erektionsproblem hilft das Mittel. 1998 kam das Medikament unter den Namen "Viagra" auf den Markt.

Post-It (Foto: Disk Depot)
Post-Its - doch kein Superkleber

Spencer Silver wollte 1968 ursprünglich den stärksten Klebstoff der Welt entwickeln. Das Ergebnis seiner monatelangen Arbeit war jedoch nur eine klebrige Masse, die sich zwar auf allen Flächen auftragen ließ, jedoch auch genauso leicht wieder abzulösen war. Entwickelt wurde daraufhin eine Art Pinnwand, die ohne Pins auskommen sollte. Das Board wurde mit dem Klebestoff bestrichen, um die Zettel hinzukleben und wieder abzulösen. Erst Jahre später gab es Post-Its im Laden zu kaufen.

Alexander Fleming (Quelle: Wikipedia)
Penicilin - schlampige Wissenschaftler

Alles begann 1928 mit einer verschimmelten Bakterienkultur. Der schottische Wissenschaftler Alexander Fleming hat sich mit Staphylokokken beschäftigt, sie beimpft und beiseite gestellt. Nach einiger Zeit entdeckte er auf seiner Probe Schimmelpilz und will alles wegwerfen.

Bei genauerer Betrachtung hat Fleming aber gesehen, dass um den Pilz herum die Bakterien abgestorben waren. Penicilin war erfunden. Allerdings kamen erst Jahre später Wissenschaftler auf die Idee, Penicilin als Medikament einzusetzen.

Wilhelm Röntgen (Foto: Wikipedia)
Röntgenstrahlen - durchleuchtete Hand

In einer Novembernacht 1895 experimentierte Wilhelm Conrad Röntgen in seinem Labor mit Elektronenstrahlen, die gerade erfunden worden waren. Als die Strahlenquelle, obwohl sie mit dunkler Pappe abgedeckt war, dennoch fluoreszierende Gegenstände zum Leuchten brachte, erkannte Röntgen die Bedeutung dieser Strahlen.

Er bat seine Frau, ihre Hand auf eine Fotoplatte zu legen, um diese durchleuchten zu lassen. Das Bild der durchleuchteten Hand samt Ehering machte ihn berühmt. Die Strahlen tragen seither seinen Namen. 1901 erhielt Röntgen den Nobelpreis.


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