
38,6 Millionen: Spatenstich für Kreisleitstelle in Marl
In Marl beginnt der Bau einer neuen Kreisleitstelle für Feuerwehr & Rettungsdienst im Kreis Recklinghausen. Fast 200.000 Einsätze im Jahr machen den Neubau nötig. Alle Infos lest ihr hier.
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Landrat Klimpel: "Hochmoderne Einsatzzentrale"
Am Donnerstag (13.8.2026) ist in Marl der erste Spatenstich für den Bau der neuen Kreisleitstelle des Kreises Recklinghausen gefallen. Das Baugrundstück liegt in direkter Nähe der B225. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr und den beteiligten Unternehmen gaben gemeinsam das Signal für den Baubeginn. Der Kreis Recklinghausen will damit die Gefahrenabwehr und den Bevölkerungsschutz in der Region langfristig sicherstellen.
„Die neue Kreisleitstelle wird eine hochmoderne Einsatzzentrale, in der die Kolleginnen und Kollegen gute Rahmenbedingungen haben, um Notrufe zu koordinieren und Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz zu steuern." -
Bodo Klimpel, Landrat Kreis Recklinghausen
Das steckt im Neubau-Projekt an der B225 in Marl
Den Bau- und Finanzierungsbeschluss hatte der Kreistag bereits am Montag, 25. November 2024 gefasst. Das beschlossene Gesamtvolumen für den Neubau beträgt 38,6 Millionen Euro. Geplant ist ein Gebäude mit mehr als 4.000 Quadratmetern Fläche. Neben der Leitstelle selbst soll es Sozialräume, einen großen Stabsraum für die Kreiseinsatzleitung sowie Büros für die Beschäftigten im Tagesdienst geben. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2028 vorgesehen - nach dem anschließenden Umzug und der Inbetriebnahme der technischen Systeme soll die neue Kreisleitstelle im Januar 2029 in den Echtbetrieb gehen.
„38,6 Millionen Euro sind eine große Investition. Damit verbunden ist auch eine große Verantwortung. Wir bauen hier eine Leitstelle, die für die kommenden Jahrzehnte funktionieren muss. Deshalb kommt es darauf an, heute vorausschauend zu planen und eine Infrastruktur zu schaffen, auf die wir uns auch in Zukunft verlassen können." -
Dominik Schad, Kreisdirektor
Einsatzzahlen im Kreis Recklinghausen verdoppelt
Ein wesentlicher Grund für den Neubau seien die stark gestiegenen Einsatzzahlen, erklärte Dezernentin Dr. Ann-Kathrin Besemann-Schulte. Eine Fortführung am bisherigen Standort gegenüber dem Kreishaus sei auf Dauer nicht möglich. Die Zahlen hätten sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt: 2006 hätten 36 Disponenten insgesamt über 77.000 Einsätze abgewickelt, 2016 seien es 41 Disponenten und über 185.000 Einsätze gewesen. Im Jahr 2025 seien es bereits fast 200.000 Einsätze gewesen. Hinzu kämen zusätzliche Aufgaben im Bereich Bevölkerungs- und Katastrophenschutz.
„Die Zahlen haben sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. 2006 haben 36 Disponenten insgesamt über 77.000 Einsätze abgewickelt. 2016 waren es 41 Disponenten und über 185.000 Einsätze, im letzten Jahr bereits fast 200.000 Einsätze. Außerdem sind zusätzliche Aufgaben im Bereich Bevölkerungs- und Katastrophenschutz hinzugekommen. Darum planen wir inzwischen mit 82 Mitarbeitenden." -
Dr. Ann-Kathrin Besemann-Schulte, Dezernentin
