53-Jähriger wegen Moscheebrand verurteilt

Nach einem Brand an einer Moschee in Hagen hat das Hagener Landgericht einen 53-jährigen Mann aus Castrop-Rauxel zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter sind davon überzeugt, dass der Angeklagte im vergangenen Mai absichtlich eine Mülltonne vor der Haustür angezündet hat. An ein fremdenfeindliches Motiv glauben sie aber nicht.

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Der Angeklagte hatte im Prozess erklärt, dass er den Brand keineswegs absichtlich gelegt habe. Er könne sich nur noch daran erinnern, dass er eine brennende Zigarette auf den Rand der Mülltonne gelegt habe, um beide Hände freizuhaben. Dabei müsse die Kippe in den Abfall gerutscht sein. Bei dem Brand waren mehrere Mülltonnen zerstört worden und ein Vordach am Eingang der Moschee in Brand geraten. Menschen kamen jedoch nicht zu Schaden. Die Richter gehen nicht davon aus, dass der Castrop-Rauxeler wusste, dass in dem Wohnhaus eine Moschee untergebracht war.

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