Airbus stellt Konzept für Wasserstoffflugzeug vor - Ab 2035 sollen die Flieger auf den Markt kommen

Es geht nicht mehr als um eine Revolution in der Luftfahrt. Der europäische Flugzeugkonzern Airbus will Wasserstoff-Flugzeuge bauen.

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Wasserstoff soll den Klimakiller Kerosin ersetzen. Airbus hat das ehrgeizige Ziel, schon in 15 Jahren einen Passagierflieger mit Null-Emissionen auf den Markt zu bringen. "Unser Ehrgeiz ist es, eine solche Maschine als erster Hersteller 2035 in Betrieb zu nehmen", sagte Konzernchef Guillaume Faury der

französischen Tageszeitung "Le Parisien - Aujourd'hui en France". Cord Schellenberg ist einer der wenigen deutschen Luftfahrtexperten. Er gibt zu bedenken, dass das Projekt auch wirtschaftlich sein muss. Airbus will zweistellige Milliardenbeträge in das Projekt stecken. Von der Planung bis zu Zulassung eines neues Flugzeuges mit absolut neuer Technik, das ist auch unter Sicherheitsaspekten betrachtet ein weiter Weg. "Es geht vor allem darum, dass die neuen Flieger auch die Leasing-Gesellschaften überzeugen. Das passiert nur, wenn die Flugzeuge auch in vielen Ländern die Sicherheitsfreigabe bekommen.", so Schellenberg. Airbus will die neuen Wasserstoffflieger in nur 15 Jahren standardmäßig in der Luft haben.

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Frankreichs mächtiger Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hatte zu Monatsbeginn in einem Interview angekündigt, das Land wolle langfristig sieben Milliarden Euro in die Wasserstofftechnik investieren.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung. Denn bei der Nutzung entstehen keine Treibhausgase. Allerdings muss zur Herstellung zunächst mit großem Energieaufwand Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden. Klimaschonend ist dies nur, wenn dazu wiederum Strom ohne oder mit nur minimalen Treibhausgas-Emissionen während der Erzeugung verwendet wird, also zum Beispiel aus Sonne oder Wind.

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