Alle aktuellen Infos zu Corona im Vest

96 Menschen infiziert / Immer mehr Restaurants schließen / Tourismus im Vest leidet / Appell an Dorstener Bürger verpufft / Taufen und Trauungen bis April abgesagt / Land plant 25-Milliarden-Hilfspaket

 Ein Corona Test-Set liegt beim Gesundheitsamt auf einem Tisch.
© Reto Klar / Funke Foto Services

Aktuell bekannte Fälle nach Städten (Stand 19.03. 16 Uhr)


Castrop-Rauxel 18 

Datteln 4

Dorsten 20

Gladbeck 3 

Haltern am See 11 

Herten 8

Marl 7

Oer-Erkenschwick 3

Recklinghausen 18 

Waltrop 4

Immer mehr Restaurants schließen komplett

Hier im Vest machen immer mehr Restaurants und Gaststätten komplett zu. Offiziell gilt die Ansage des Landes, dass sie noch bis 15 Uhr öffnen dürfen. Die Städte Oer-Erkenschwick und Waltrop zum Beispiel haben jetzt aber verfügt, dass seit heute Restaurants und Speisegaststätten den ganzen Tag zu bleiben müssen. In Haltern am See haben sich viele Gastronomen freiwillig dazu entschlossen, nicht mehr zu öffnen. 

Appell an Bürger verpufft: Wertstoffhof geschlossen

In Dorsten hat der Wertstoffhof ab sofort geschlossen. Trotz mehrfacher Aufforderung, Zuhause zu bleiben, hätten sich die Bürger nicht daran gehalten - und für lange Schlangen vor dem Hof gesorgt, heißt es von der Stadt. Der Rückstau der Autos war gestern erneut mehrere hundert Meter lang. Die Sicherheit der Mitarbeiter und Bürger könne nicht mehr gewährleistet werden, deshalb müsse man den Wertstoffhof schließen.

Bistum hat Taufen und Trauungen abgesagt

Ab sofort wird es im Vest keine kirchlichen Hochzeiten und keine Taufen mehr geben. Auch im engsten Familienkreis sei das ab sofort nicht mehr möglich, heißt es vom Bistum Münster. Alle Termine bis zum 19. April seien abgesagt worden. Beerdigungen mit maximal 20 Personen sind weiter möglich, müssen aber komplett im freien stattfinden.

Tourismus im Vest leidet

Die Corona-Krise trifft auch das Tourismusgeschäft im Vest hart: Es darf hier im Moment niemand Urlaub machen. Unter anderem hat die Stadt Haltern alle Übernachtungen zu touristischen Zwecken untersagt. Alleine dort gibt es jedes Jahr über 100.000 Übernachtungen, so viele wie sonst nirgendwo im Vest. Auch die Reisebüros kämpfen zur Zeit mit unzähligen Stornierungen und Umbuchungen, sagt Jasmin Kiwitz vom Reisemarkt Castrop:

© Radio Vest

Die meisten Angestellten der Reisebüros arbeiten mittlerweile auch im Home Office, weil die Büros selber ebenfalls nicht mehr öffnen dürfen.

Landesregierung plant 25-Milliarden-Hilfspaket

Die Landesregierung will die Unternehmen in NRW in der Corona-Krise mit 25 Milliarden Euro unterstützen. Das hat Ministerpräsident Laschet am Mittag auf einer Pressekonferenz angekündigt. Unzählige Unternehmen bangen gerade um ihre Existenz - und fragen sich, wie es weiter gehen soll. Laufende Kosten müssen weiter bezahlt werden, es kommen aber keine Einnahmen rein. Deshalb will Laschet das - so wörtlich - größte Hilfsprogramm seit Bestehen unseres Landes auf den Weg bringen. Damit sollen Pleiten verhindert und Arbeitsplätze gesichert werden. Kein Unternehmen solle wegen der Krise die Existenz verlieren, heißt es. Finanziert wird das Hilfsprogramm über Kredite. Der Landtag soll so schnell wie möglich darüber entscheiden.

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