
Bürgerentscheid zu Olympia im Hertener Rat abgelehnt
In Herten und Recklinghausen wird es jetzt offenbar doch keinen Bürgerentscheid zu den künftigen Olympischen Spielen in der Rhein/Ruhr-Region geben. Das ergab die Abstimmung darüber im Hertener Rat.
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.01.2026 05:32
Hertener SPD sperrt Olympia-Bürgerentscheid durch "Nein" bei der Ratsabstimmung
Paukenschlag im Hertener Rat am Mittwochabend: Er hat den Bürgerentscheid zu den Olympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044 in der Rhein/Ruhr-Region abgelehnt. Die Abstimmung darüber scheiterte an der SPD. Sie habe sich als komplette Partei gegen den Bürgerentscheid ausgesprochen und ihn damit gesperrt. Hertens Bürgermeister Fred Toplak zeigte sich enttäuscht:
"Ich bedaure sehr, dass die Bürgerinnen und Bürger nun nicht die Möglichkeit haben zu entscheiden. Damit wurde ihnen die Chance genommen, Politik aktiv zu gestalten und ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen."
Damit auch kein Bürgerentscheid in Recklinghausen
Damit ist der Bürgerentscheid zu Olympia nicht nur in Herten vom Tisch, sondern auch in Recklinghausen. Der Rat dort hatte sich zwar einstimmig letzte Woche dafür ausgesprochen, aber eben nur, wenn Herten mitzieht. Auch hier hätte cih Bürgermeister Axel Tschersich (SPD) eine andere Entscheidung gewünscht:
„Ich bedauere ausdrücklich, dass es im Rat der Stadt Herten keine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Durchführung eines Bürgerentscheids zur Olympia-Bewerbung gegeben hat. Damit ist den Bürgerinnen und Bürgern in beiden Städten die Möglichkeit genommen worden, selbst über eine wichtige Zukunftsfrage unserer Region zu entscheiden“.
Die Entscheidung des Hertener Rates hat nun zur Folge, dass auch Recklinghausen nicht weiter Teil der gemeinsamen Bewerbung für Olympische Spiele in der Region Rhein/Ruhr sein kann. Eigentlich sollte die Halde Hoheward als Olympia-Strecke für die Mountain-Biker genutzt werden. Sie liegt auf den Stadtgrenzen von Herten und Recklinghausen.
Kosten für Bürgerentscheid ausschlaggebender Punkt für NEIN der SPD
Die SPD nannte als Grund die Kosten, die bei einem Ratsbürgerentscheid anfallen würden. Das Land NRW will zwar 85 Prozent davon übernehmen, aber an anderer Stelle - wie im sozialen Bereich - würden Millionen Euro eingespart. Das passe für die SPD nicht zusammen. Gleichzeitig stehe auch die Stadt Herten finanziell nicht gerade gut da. Außerdem bezweifelt die SPD, dass die Stadt Herten nachhaltig von Olympischen Spielen profitieren kann. Hier findet ihr die Pressemeldung der Hertener SPD im Wortlaut:
