Corona: die aktuelle Lage

Neues Behandlungszentrum / Aktuelle Zahlen / Expertenrat für Exit-Strategie / Gabenzäune für Bedürftige / Atemmasken beschlagnahmt / Verstärkte Kontrollen wegen schönem Wetter

Ein Mann verlässt mit einer Schutzmaske zum Schutz vor den Corona-Viren das Gesundheitsamt in Dortmund.
© Ralf Rottmann/ Funke Foto Services

Neues Behandlungszentrum am Campus Vest

Am Campus Vest in Recklinghausen hat heute ein neues Corona-Behandlungszentrum eröffnet. Dort werden Patienten behandelt, die nachweislich infiziert sind, Kontakt zu Infizierten hatten oder Corona-Symptome haben. Um einen Termin kümmert sich unser Haus- oder Facharzt. Eine Überweisung ist aber nicht nötig. Das Zentrum soll die schon bestehenden Einrichtungen entlasten - zum Beispiel das Drive-In-Testzentrum, das sich direkt daneben befindet.

Aktuelle Corona-Fälle im Kreis

Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen im Kreis Recklinghausen beläuft sich aktuell auf 428. Als gesundet gelten inzwischen 145 der positiv getesteten Personen. Es gibt einen Todesfall in Dorsten.


Positiv getestete Fälle nach Städten / Gesundete


Castrop-Rauxel 47 / 18

Datteln 28 / 13

Dorsten 87 / 25

Gladbeck 41 / 9

Haltern am See 54 / 21

Herten 39 / 9

Marl 42 / 12

Oer-Erkenschwick 10 / 4

Recklinghausen 63 / 28

Waltrop 17 / 6

Expertenrat Corona für Exit-Pläne einberufen

Unterdessen denkt NRW-Ministerpräsident Laschet bereits jetzt an die Zeit nach der Krise. Er hat einen Expertenrat Corona einberufen, der sich mit einem Exit-Plan befassen und Szenarien entwickeln soll, wie wir wieder zur Normalität zurückkehren können. Sowohl wirtschaftlich als auch sozial. Dem Rat gehören zwölf Mitglieder an - darunter Vertreter aus Wirtschaft und von verschiedenen Hochschulen.

Unterdessen wurde das von Laschet geplante Epidemie-Gesetz von der Opposition im Landtag ausgebremst. Damit hätten bei einer Verschärfung der Corona-Pandemie zum Beispiel Ärzte und Pfleger zwangsverpflichtet und Schutzkleidung bei Firmen sichergestellt werden können. Die Maßnahmen würden jedoch massiv in Grundrechte eingreifen. Die Opposition warnte Laschet im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus das Maß zu verlieren.

Trend Gabenzäune auch im Vest

Im Vest entstehen immer mehr so genannte "Gabenzäune". Bürger sind aufgerufen, Lebensmittel, Hygieneartikel oder Kleidung in eine Tüte zu packen und dort hinzuhängen. Obdachlose und bedürftige Menschen können sich bedienen. Das geht zum Beispiel an der Altstadtschmiede in der Recklinghäuser Innenstadt. In Recklinghausen-Süd steht eine "Gabenbank", in der Nähe des Hauses Goldschmieding in Castrop-Rauxel gibt es einen "Gabenbaum". Die Stadt Dorsten sieht die Idee problematisch: Niemand würde kontrollieren können, ob die Lebensmittel wirklich in Ordnung sind und ob die Hygieneregeln vor Ort eingehalten werden. Wer helfen möchte, kann Lebensmittelspenden bei der Wohnungslosenhilfe der Diakonie abgeben.

1.600 Atemmasken beschlagnahmt

Die Polizei hat nebenan in Gelsenkirchen 1.600 Atemmasken beschlagnahmt. Zivilfahnder hatten zwei Männer beobachtet, wie sie an einer Tankstelle Kartons mit den Masken in ein Auto packten. Sie bekommen jetzt wohl eine Anzeige wegen gewerbsmäßiger Hehlerei. Die Ermittler versuchen jetzt herauszufinden, woher die Masken kommen.

Schönes Wetter am Wochenende: Verstärkte Kontrollen

Polizei und Ordnungsämter haben angekündigt, dass am Wochenende noch mal verstärkt kontrolliert werden soll, ob sich alle an das Kontaktverbot halten. Grund ist das schöne Wetter, vor allem am Sonntag. Dann soll es 21 Grad warm werden. Einige könnten das für gemeinsame Tagesausflüge oder Grillpartys nutzen. Die Behörden appellieren, das nicht zu tun, ansonsten drohen nach wie vor hohe Bußgelder: Mindestens 200 Euro pro Person.

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