Die Auswirkungen des Coronavirus

Das Coronavirus breitet sich in Europa weiter stark aus - deshalb gibt es ab heute weitere Einschränkungen. Hier ist der Überblick.

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Ab sofort haben in NRW alle Freizeitangebote geschlossen. Dazu gehören zum Beispiel Bars, Spielhallen, Theater, Kinos und Museen. Ab Morgen dürfen dann auch keine Schwimmbäder und Fitnessstudios mehr öffnen und Mitglieder von Sportvereinen dürfen sich nicht mehr zum trainieren treffen. Einkaufzentren sollen wir noch unter strengen Auflagen betreten dürfen, sagt die Landesregierung. Auch städtische Einrichtungen haben ab sofort geschlossen. Dazu gehören zum Beispiel teilweise auch die Rathäuser, die Wertstoffhöfe und Volkshochschulen. Supermärkte, Drogerien und Apotheken bleiben auf. Im Internet kursieren Gerüchte, dass auch die bald zu machen sollen - das seien Fake News, sagt der Handelsverband Deutschland.

Die Bundesregierung schlägt allerdings vor, alle anderen Geschäfte zu schließen - das müssen die Länder jetzt entscheiden.

Teilweise stellen schon die Tafeln im Vest die Ausgabe ein - zum Schutz ihrer größtenteils älteren Mitarbeiter.


Schulen und Kitas geschlossen

Auch alle Schulen und Kindergärten in Deutschland haben ab sofort zu. Bei den Schulen gilt hier in NRW noch eine Übergangsfrist bis Mittwoch, solange ist die Betreuung dort gesichert. In Kitas gilt ab sofort ein Betretungsverbot. Aber auch hier werden Notgruppen eingerichtet für Kinder von Personen, die in Berufen arbeiten, die der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dienen. Zum Beispiel Ärzte und Polizisten.


Grenzen werden dicht gemacht

Um 8 Uhr macht Deutschland einige seiner Grenzen dicht. Wir kommen dann nicht mehr ohne Weiteres nach Dänemark, Luxemburg, Frankreich, Österreich und in die Schweiz. An den Grenzen wird streng kontrolliert, sagt Bundesinnenminister Seehofer.



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Das Ein- und Ausreiseverbot gilt nicht für Berufspendler und für den Warenverkehr.

Bahn schränkt Regionalverkehr ein

Auch der Bus- und Bahnverkehr wird eingeschränkt. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass im Regionalverkehr in dieser Woche weniger Züge fahren werden. Außerdem werden keine Fahrkarten mehr kontrolliert. Bei den Bussen der Vestischen dürfen wir seit dem Wochenende nur noch hinten einsteigen. Außerdem können wir im Bus keine Fahrscheine mehr kaufen.

Besuchsverbot in Krankenhäusern

In immer mehr Krankenhäusern gilt jetzt ein Besuchsverbot. Das betrifft zum Beispiel das Dorstener Elisabeth-Krankenhaus, das Halterner St. Sixtus Hospital und das Marler Marien-Hospital. Ausnahmen müssen vorher mit der jeweiligen Klinik besprochen werden.

Zahl der Infektionen im Vest unverändert

Zum ersten Mal seit Tagen hat sich die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle im Vest nicht verändert. Nach wie vor sind 51 Menschen nachweislich infiziert. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor in Dorsten und Castrop-Rauxel. Aus unserem Nachbarkreis Coesfeld gibt es die erste Meldung über Gesundete Patienten: 5 Menschen, die sich mit Corona infiziert hatten, werden als wieder gesund eingestuft.

Neue Auflagen für Restaurants und Hotels

Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen ab sofort nur unter strengen Auflagen öffnen dürfen: Zwischen den Tischen soll ein Mindestabstand von zwei Metern sein, es sollen weniger Gäste hereingelassen werden, die Besucher müssen sich registrieren und es muss Hinweise zu Hygienemaßnahmen geben.

Bundesliga-Stopp bis 2. April

Der Fußball-Spielbetrieb wird bis zum 2. April ausgesetzt. Das hat die Deutsche Fußballliga nach ihrer Mitgliederversammlung bekannt gegeben. Das heißt, das auch der 27. Spieltag ausfällt - gleichzeitig wurde betont, dass aber auch noch nicht klar ist, wann der Spielbetrieb (ob national oder international) wieder aufgenommen werden kann. Es könne sein, dass die gesamte Saison nicht mehr gespielt werden könne.

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