Die Auswirkungen des Coronavirus im Vest

Die Corona-Krise sorgt für viele Einschränkungen - natürlich auch bei uns im Vest. Alle wichtigen Infos haben wir hier für Euch zusammengefasst.


Corona Virus Bluttest
© joel bubble ben/shutterstock.com

Kreis: Urlaubsrückkehrer sollen zunächst Arbeitgeber anrufen

Wer aus einem Urlaub in Italien, Österreich oder der Schweiz zurückkehrt, soll zwei Wochen lang zuhause bleiben - egal, ob er Corona-Symptome hat oder nicht.

Der Kreis Recklinghausen weist darauf hin, dass es dafür keine Bescheinigungen vom Kreisgesundheitsamt gibt. Betroffene sollen sich zuerst telefonisch bei ihrem Arbeitgeber melden. Informationen werden, soweit verfügbar, auf der Internetseite des Kreises auf www.kreis-re.de/corona eingestellt.

Dorstens Bürgermeister appelliert per Video an Eltern

In einem Video äußert Bürgermeister Tobias Stockhoff eine Bitte an die Eltern, die in den kommenden Tagen und Wochen für die Betreuung ihrer Kinder sorgen müssen:


https://www.youtube.com/watch?v=DVpdKJyTsEI  

Quelle: Stadt Dorsten


Dorstener Eltern sollten möglichst gemeinsam Lösungen für Kinderbetreuungen schaffen. Er wisse um die große Herausforderung, so Stockhoff. Die Notgruppen in Schulen und Kindergärten könnten nicht ausgeweitet werden. Sie seien ausschließlich für Kinder, deren Eltern in wichtigen Berufen arbeiten - und sollten möglichst klein gehalten werden.


Katholische Pfarreien sollen Gottesdienste einstellen

Das Bistum Münster hat die Pfarrer und Verwaltungen seiner Gemeinden, auch im Kreis RE, dazu aufgerufen, ab sofort auch keine Gottesdienste mehr abzuhalten. Soweit möglich, soll das schon an diesem Wochenende gelten.

Kein Unterricht mehr an Dattelner VHS und in Musikschule

In Datteln wird Unterricht in den städtischen Einrichtungen ab Montag ausgesetzt. Außerdem sind mehrere Einrichtungen geschlossen. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 1. Mai. Neben der VHS und der Musikschule werden auch die Sporthallen, Sportplätze, das Stadtbad sowie die Jugendeinrichtungen Tigg-Tagg an der Hohen Straße und das JaM an der Böckenheckstraße geschlossen. Die Familienbüros Nord und Süd sind weiterhin geöffnet.

Auch das Maritimo schließt

Auch das Maritimo in Oer-Erkenschwick hat angekündigt, dass es morgen (Sonntag) bis auf weiteres seinen Betrieb einstellt. Das gilt für das Sport- und Freizeitbad sowie für den Sauna- und Wellnessbereich. Das Maritimo-Team weist darauf hin, dass es bisher weder bei den Mitarbeitern noch den Gästen einen bestätigten Corona-Fall gab.


Zoom-Erlebniswelt schließt

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in der Corona-Krise hat der Krisenstab der Stadt Gelsenkirchen entschieden, die ZOOM Erlebniswelt bis auf weiteres zu schließen. Wie lange die Schließung andauern wird, hängt von den weiteren Entwicklungen ab.

Kita-Notgruppen für unverzichtbare Berufe auch in Haltern


Die Betreuung jener Kinder, deren beide Elternteile oder deren alleinerziehende Mutter oder Vater in systemrelevanten Berufen (z. B. Arzt, Krankenschwester, Altenpfleger, Feuerwehr, Polizei) tätig sind und die keine Möglichkeit zur Betreuung ihrer Kinder haben, findet in Haltern am See in kleinen Gruppen in den Kindertagesstätten statt. Es gibt also keine „Schwerpunkt-Kitas“, sondern in voraussichtlich allen Einrichtungen findet in kleinen Gruppen Betreuung statt, falls dies erforderlich ist. 

Die Schulen gehen bei Kindern aus den Klasse 1 – 6 analog vor, hier erfolgt die Regelung durch die Schulleitungen. 

Castrop-Rauxel will kommende Woche Notgruppen für Kinder einrichten

 Auch in Castrop-Rauxel sollen Eltern mit wichtigen Berufen eine Notbetreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen - das gilt für Kinder im Vorschulalter und Schüler bis Klasse 6. Die Stadt bittet die Kitas und Schulen, am Wochenanfang ihren Bedarf mitzuteilen, um weitere Planungen umsetzen zu können.

Dorstener Tafel schließt

Der Betrieb der drei Tafel-Einrichtungen (Dorstener Laden, Kinderland Kunterbunt und Mittagstisch Altstadt) wird bis auf weiteres ausgesetzt - "schweren Herzens und nach ausführlichen Diskussionen", wie es vom Vorstand heißt.


Stadt Dorsten schließt Einrichtungen und setzt Notbetreuung ein

Auch in Dorsten hat der "Corona-Stab" getagt. Alleinerziehende und Eltern, die in unverzichtbaren Berufen arbeiten, können die Notbetreuung in Schulen und Kitas nutzen. Sie müssen ihren Bedarf jedoch nachweisen und eine Bestätigung vom Arbeitnehmer einholen. Das entsprechende Formular gibt es auf www.dorsten.de oder in den Schulen/Kitas.

Um in die Notbetreuung aufgenommen zu werden, müssen die Kinder zudem gesund sein und dürfen keinen Kontakt zu infizierten Personen gehabt haben oder sich in Risikogebieten aufgehalten haben.

Die Dorstener ErzieherInnen müssen am Montag zum Dienst erscheinen.

 

In Dorsten bleiben ab sofort und bis auf Weiteres alle städtischen Sportanlagen geschlossen. Es findet kein Training mehr statt. Das Freizeitbad Atlantis hat den Betrieb eingestellt, Hallenbad Wulfen und Hallenbad Lembeck haben die Schließung angekündigt. Auch das Kleinschwimmbecken der Haldenwangschule bleibt geschlossen. VHS, Musikschule, Stadtbibliothek und weitere städtische Einrichtungen sind ebenfalls von der Schließung betroffen. Die Wochenmärkte und die Wertstoffsammlung des Entsorgungsbetriebs bleiben jedoch geöffnet.

 

Die Dorstener Besentage fallen ebenfalls aus.

Stadtwerke Herten schließen Kundencenter und Bäder

In Herten bleiben ab Sonntag, 15. März, das Freizeitbad Copa Ca Backum und das Hallenbad Westerholt geschlossen.

Wer dort in der nächsten Zeit eine Wellnessbehandlung, einen Kurs oder einen Kindergeburtstag gebucht hat, wird in der kommenden Woche vom Copa kontaktiert.

Stadt Recklinghausen richtet flächendeckend Kita-Notbetreuung ein


In den 64 Kindertagesstätten in Recklinghausen wird es ab Montag (16.3.) nur für solche Kinder eine Notbetreuung geben, deren Eltern in bestimmten Berufen arbeiten - solchen, die in der Krise wichtig sind. Entgegen erster Pläne werden jetzt doch in allen Kitas Notgruppen eingerichtet - sie sollen aber nur im äußersten Notfall genutzt werden. Die ersten Weichen dafür wurden heute (Samstag) im Rathaus gestellt.


Notfallplätze werden für Väter und Mütter zur Verfügung gestellt, die keine privaten Betreuungsmöglichkeiten haben und zu folgenden Berufsgruppen gehören: Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal und weiteres Personal, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln, sowie Bereiche der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur. Dazu zählen laut Erlass des Landes auch: Alle Einrichtungen, die der Aufrechterhaltung der Behindertenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, Akteure der öffentlichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz) sowie der Sicherstellung der öffentlichen Infrastruktur (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung), der Lebensmittelversorgung und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen. 


Eltern, die einer dieser Kategorien angehören und keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, können am Montagmorgen, 16. März, ihre Kinder in ihrer Einrichtung zur Betreuung abgeben. Dass Väter und Mütter tatsächlich zu den Ausnahmegruppen gehören, für die ein Notfallangebot gemacht wird, muss in Zweifelsfällen bis spätestens Mittwoch, 18. März, per Arbeitgeberbescheinigung bei den Leitungen der Einrichtungen nachgewiesen werden. 

NRW schließt ab Montag alle Schulen

Auch bei uns in NRW bleiben ab der kommenden Woche alle Schulen geschlossen. Am Montag und Dienstag wird es in den Schulen noch eine Notbetreuung geben, danach bleibt bis nach den Osterferien alles dicht. An weiterführenden Schulen soll sichergestellt werden, dass Prüfungen absolviert werden - die Abi-Prüfungen sollen also wie geplant stattfinden.


Auch kleine Kinder sollen ab sofort möglichst zuhause bleiben. Für die Kitas gilt laut Laschet ein Betretungsverbot – nur in absoluten Ausnahmefällen soll es eine Notbetreuung geben. NRW-Ministerpräsident Laschet hat an alle Eltern appelliert, durch Überstundenabbau oder Urlaub selbst für die Kinder zu sorgen – sie zu den Großeltern zu geben, sei die schlechteste Betreuungsform.

 

Die Hochschulen verlegen ihren Vorlesungsbeginn nach hinten. Das Sommersemester beginnt erst nach den Osterferien.


Landeseigene Kultureinrichtungen, also auch die LWL-Museen im Vest, bleiben ebenfalls bis zum Ende der Osterferien geschlossen.

Kreis Recklinghausen sagt alle Veranstaltungen bis 1. Mai ab

Alle Veranstaltungen, bei denen mehr als 30 Leute erwartet werden und die nicht unbedingt notwendig sind, werden abgesagt oder nicht mehr genehmigt. Theateraufführungen, Vorabi-Feten, VHS-Veranstaltungen, Osterfeuer, die Eröffnung der Recklinghäuser Ruhrfestspiele auf dem Grünen Hügel - alles ist betroffen. Wir können auch ab sofort nicht mehr ohne weiteres zum Jobcenter, zum Bürgerbüro oder zum Straßenverkehrsamt - da müssen wir uns vorher per Telefon anmelden. Ein paar Ausnahmen gibt es aber: Dazu gehören Beerdigungen, Gottesdienste und Moscheebesuche. Und auch Supermärkte und Wochenmärkte bleiben geöffnet beziehungsweise finden statt, weil sie der Versorgung der Bevölkerung dienen.


Merkel: "Soziale Kontakte vermeiden"

Am Abend hat sich auch Kanzlerin Merkel noch einmal zur Corona-Krise geäußert. Sie sprach von einer außergewöhnlichen Situation. Jeder könne seinen Teil dazu beitragen, das Virus einzudämmen:

© Radio Vest

Mit einem weiteren gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang acht Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt. Es handelt sich um einen 1935 geborenen Mann aus dem Kreis Göppingen. Neben den drei Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 und 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten. Im Vest steigt die Zahl der Infizierten weiter: Mittlerweile gibt es 51 bestätigte Fälle (Stand: Samstagnachmittag), die meisten in Recklinghausen, Dorsten und Castrop-Rauxel.

Vestische lässt hinten einsteigen

In den Bussen im Vest können wir ab sofort nur noch hinten einsteigen. Laut der Vestischen bleibt die Vordertür dicht - um Fahrer und Fahrgäste vor einer Ansteckung mit Corona zu schützen. Deswegen verkaufen sie bis auf weiteres auch keine Tickets mehr. Fahrgäste sollen sich vorher darum kümmern - zum Beispiel per App. Diese Regelung gilt auch für die anderen Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet, wie die Bogestra und die DSW21.

Ämter und Jobcenter im Vest treffen Vorsichtsmaßnahmen

Auch die Ämter und Jobcenter im Kreis Recklinghausen treffen Vorsichtsmaßnahmen in Sachen Corona. Termine in den Ämtern sowie im Kreishaus gibt es jetzt nur noch mit vorheriger Anmeldung, um keine wartenden Menschenmengen entstehen zu lassen. In den Jobcentern stehen die Mitarbeiter weiter für Fragen bereit - anstatt selbst zu kommen, sollen sich Bürger aber erst telefonisch melden. Das Straßenverkehrsamt in Marl besetzt in seinem Wartebereich nur jeden zweiten Stuhl, ansonsten müssen die Bürger draußen warten, aber sich von den Eingängen möglichst fern halten.

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