Einbrüche in Pfarrhäuser: Bis zu zwölf Jahre Haft

Der Chef der sogenannten Pfarrhausbande ist am Bochumer Landgericht zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Gegen den Sohn des 45-Jährigen sind fast zehn Jahre Haft verhängt worden, die ebenfalls angeklagte Ehefrau kam mit sechs Jahren davon. Die Bande war immer wieder in Pfarrhäuser eingebrochen – unter anderem in Castrop-Rauxel und Haltern am See.

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Kaum war das Urteil gesprochen, wurde die Stimmung aggressiv. Die Frau schimpfte lautstark, ihr Mann applaudierte höhnisch. Alle drei Angeklagten hatten mit deutlich milderen Strafen gehofft. Dieser Wunsch ging jedoch nicht in Erfüllung. Richter Josef Große Feldhaus bezeichnete die Familienmitglieder als „Gewohnheits-Verbrecher“. Sie würden ihren gesamten Lebensunterhalt aus Einbrüchen und mit Überfällen bestreiten. Dabei waren sie zuletzt immer wieder in Pfarrhäuser eingebrochen – und zwar immer dann, wenn der Pfarrer gerade im Gottesdienst war. Die Beute bestand vor allem aus Schmuck, aber auch aus unersetzbaren Kirchenbüchern.

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