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Flüchtlingsunterkunft in Recklinghausen schließt
© Stadt Recklinghausen
Das ehemalige Kreiswehrersatzamt in Recklinghausen diente seit 2015 als Flüchtlingsunterkunft
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Flüchtlingsunterkunft in Recklinghausen schließt

Die Flüchtlingsunterkunft am Elper Weg in Recklinghausen schließt Ende Oktober. Elf Jahre bot das Kreiswehrersatzamt bis zu 160 Menschen ein Dach über dem Kopf. Was danach mit dem Gebäude passiert, ist noch offen.

Veröffentlicht: Freitag, 17.07.2026 08:43

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Unterkunft am Elper Weg schließt Ende Oktober

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Die Stadt Recklinghausen gibt die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Kreiswehrersatzamt am Elper Weg auf. Zum 31. Oktober 2026 soll der Standort im Westviertel geschlossen werden. Das Gebäude war seit dem 1. November 2015 als Unterkunft in Betrieb und diente vor allem der Unterbringung von Familien. Als Grund nennt die Stadt die seit Monaten rückläufige Zahl der Flüchtlinge sowie die Übererfüllung der Verteilungsquote nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz. Damit entfalle die Voraussetzung für die weitere Überlassung des Gebäudes durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die die Immobilie der Stadt im Zuge des Flüchtlingszustroms 2015/2016 zur Verfügung gestellt hatte.

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35 Bewohner werden verlegt oder vermittelt

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In Spitzenzeiten lebten bis zu 160 Menschen in der Einrichtung am Elper Weg. Derzeit sind dort noch 35 Bewohner untergebracht. Sie sollen entweder in private Wohnungen vermittelt oder in andere städtische Unterkünfte verlegt werden. Bürgermeister Axel Tschersich dankt dem Diakonischen Werk in Recklinghausen e.V., das die Betreuung der Geflüchteten über elf Jahre hinweg sichergestellt habe. Er erinnerte zudem an die ehrenamtliche Unterstützung aus der Kirchengemeinde und der Nachbarschaft.

„Die Mitarbeitenden haben mit großem Engagement und hoher Kompetenz einen wichtigen Beitrag zur Integration der Menschen geleistet, die in einer schwierigen Lebenssituation zu uns gekommen sind."

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Recklinghausen sucht Nachfolge für das Gebäude

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Mit der Schließung der Unterkunft rückt die Frage nach einer Nachfolgenutzung in den Vordergrund. Die Stadt habe dazu bereits Gespräche mit der BImA aufgenommen, heißt es in der Pressemitteilung. Das ehemalige Kreiswehrersatzamt war nach dem Auszug der Bundeswehr im Jahr 2014 für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet worden. Axel Tschersich:

„Wir haben natürlich ein großes Interesse daran, dass es nicht zu einem längeren Leerstand in dem attraktiven Gebäude kommt. Aus Sicht der Stadt muss es Ziel sein, eine Nutzung zu entwickeln, die dem Standort und seinem Umfeld gerecht wird."
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