
Illegaler Bauschutt-Berg in Dorsten-Holsterhausen: Stadt zahlt hohe Belohnung
Im Wald von Holsterhausen liegt ein riesiger Berg Bauschutt samt gefährlicher Eternitplatten. Die Stadt Dorsten sucht die Täter und zahlt für entscheidende Tipps eine hohe Belohnung.
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.06.2026 09:27
Großer Müllberg im Wald von Holsterhausen entdeckt
Am Dienstagmorgen (23.06.) haben aufmerksame Menschen in einem Waldstück im Dorstener Stadtteil Holsterhausen eine große Menge Müll entdeckt. Unbekannte haben dort an einem Seitenweg der Straße „Am Steinwerk“ Bauschutt illegal in der Natur entsorgt. Die Trümmer waren so umfangreich, dass sie nach der Bergung durch den Kommunalen Servicebetrieb (KSD) eine komplette Mulde mit einem Volumen von 14 Kubikmetern füllten. Die Verwaltung hat bereits Hinweise bekommen, der entscheidende war bisher nicht dabei.
Hohe Kosten für die Beseitigung der Abfälle in Dorsten
Der Kommunale Servicebetrieb vermutet, dass der Bauschutt vom Abbruch eines Anbaus oder eines größeren Gartenhauses stammt. Neben Holzbohlen, Laminat, Heizkörpern und alten Innentüren fanden die Mitarbeiter auch Trümmer von Möbeln, Bleche und Dachrinnen. Besonders problematisch ist der Fund von Eternitplatten, da für deren Beseitigung aus der Natur eine spezialisierte Fachfirma beauftragt werden muss. Die Kosten für diese fachgerechte Entsorgung liegen laut Angaben der Stadt im höheren vierstelligen Bereich. Hätte der Verantwortliche den Müll regulär an einer Annahmestelle abgegeben, wären dafür lediglich Gebühren zwischen 400 und 800 Euro angefallen.
Belohnung für Zeugenhinweise zur Umweltverschmutzung
Um die Verantwortlichen für diesen schweren Fall von Umweltverschmutzung zur Rechenschaft zu ziehen, hat der Kommunale Servicebetrieb Dorsten eine Belohnung von 1000 Euro für zielführende Hinweise ausgesetzt. Die Ermittler vermuten, dass die Täter ortskundig gewesen sein müssen, da der Ablageort in der Nacht auf Dienstag (23.06.) sehr abgelegen gewählt wurde. Die Stadt hofft, dass den Menschen in eurer Nachbarschaft aufgefallen ist, falls dort kürzlich ein Anbau oder eine Gartenhütte abgerissen wurde, und dass Bauteile auf den Fotos wiedererkannt werden. Informationen können per E-Mail an den Kommunalen Servicebetrieb (KSD) oder an die Stadt Dorsten. Sollte der private Eigentümer des Waldstücks zusätzlich Anzeige erstatten, könnten den Tätern neben den Entsorgungskosten auch ein strafrechtliches Verfahren drohen.