
Luchs erschossen: Strafanzeige gegen Halterner Wildpark
Der Naturwildpark Granat in Haltern steht erneut in der Kritik. PETA hat Strafanzeige erstattet, nachdem Luchs Mikaesch ausbrach und erschossen wurde.
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Luchs Mikaesch aus Wildpark Granat ausgebrochen
Ende Juli brach Luchs Mikaesch aus dem Naturwildpark Granat in Haltern aus - bereits der dritte Luchs-Ausbruch aus dem Park in den vergangenen Jahren. Laut der Tierschutzorganisation PETA hatte kurz darauf ein Radfahrer das Tier gesichtet und den Park informiert. Der habe jedoch zunächst abgestritten, dass ein Tier aus dem eigenen Bestand fehle. Erst nach einem Zwischenfall mit einem Hund und dessen Halter stellte sich heraus, dass es tatsächlich der ausgebüxte Luchs war.
Strafanzeige von PETA nach Abschuss des Luchses
Nach rund zwei Wochen in Freiheit wurde Mikaesch erschossen. PETA zufolge hätte das möglicherweise verhindert werden können, wenn der Park früher auf den Ausbruch reagiert hätte. Die Tierschutzorganisation hat deshalb Strafanzeige gegen den Betreiber und gegen die Untere Naturschutz- und Jagdbehörde gestellt. Angesichts der drei Ausbrüche sieht PETA grundlegende Sicherheitsdefizite in der Anlage und fordert eine umfassende Prüfung.
Betreiber weist Vorwürfe zurück
Der Betreiber des Parks weist die Vorwürfe zurück und spricht von Einzelfällen. Den Abschuss von Mikaesch habe der Kreis angeordnet; zuvor sei vergeblich versucht worden, das Tier lebend zu fangen. Für den Naturwildpark Granat ist es nicht das erste Mal, dass Tierschutzvorwürfe laut werden: Bereits in der Vergangenheit hatte der Betreiber zwei Anzeigen wegen möglicher Vernachlässigung von Tieren erhalten.
