
Marl schützt Schulhof mit Radartechnologie
Am ASGSG in Marl überwachen Radarsensoren jetzt den Schulhof - auch nachts. Die Stadt will damit unerlaubten Aufenthalt schneller erkennen. Wie das System funktioniert, lest ihr hier
Veröffentlicht: Freitag, 29.05.2026 09:41
Radarüberwachung am ASGSG gestartet
Am Freitag (29. Mai 2026) haben Bürgermeister Thomas Terhorst, Ordnungsdezernent Thomas Richter und Schulleiterin Dorothée Schlüter gemeinsam mit Mitarbeitern der Verwaltung die Radarüberwachung am Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasium (ASGSG) in Marl in Betrieb genommen. Mehrere Schilder auf dem Schulhof weisen künftig gut sichtbar auf die Maßnahme hin. Das Projekt soll das Schulgelände außerhalb der Unterrichtszeiten wirksamer schützen und den Streifenbetrieb des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOM) sowie des beauftragten Sicherheitsdienstes effizienter gestalten. Laut Pressemitteilung der Stadt erhofft sich die Verwaltung durch die Beschilderung zusätzlich einen Abschreckungseffekt.
„Ziel der Radar-Überwachung ist es vor allem, das Schulgelände wirksamer zu schützen, darüber hinaus aber auch die Streifentätigkeiten des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOM) und Sicherheitsdienstes am ASGSG effizienter zu gestalten und im Idealfall einen Abschreckungseffekt zu erzielen. Dabei soll auch die jetzt installierte und gut sichtbare Beschilderung helfen." - Thomas Terhorst, Bürgermeister der Stadt Marl
Bewegungsdaten statt Kamerabilder
Die Messelemente sind an mehreren Standorten auf dem Schulhof angebracht und erfassen Bewegungen in einem Radius von etwa 60 Metern. Im Gegensatz zu Kameras registriert die eingesetzte Radartechnologie ausschließlich Bewegungsdaten und keine Bilddaten. Die Stadt Marl gibt an, dass die erhobenen Daten damit datenschutzkonform seien. Der KOM soll durch die Meldungen gezielt informiert werden, wenn sich Personen unberechtigterweise auf dem Gelände aufhalten.
„Im Bedarfsfall können wir in Zukunft schneller und effizienter reagieren." - Thomas Richter, Ordnungsdezernent der Stadt Marl
Pilotprojekt mit Blick auf weitere Standorte
Halten sich Personen nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Schulhof auf, geht eine automatische Meldung an die Leitstelle des Kommunalen Ordnungsdienstes oder an den beauftragten Sicherheitsdienst, der dann vor Ort nachsieht. In den nächsten Wochen (ab Juni 2026) soll zudem eine Lautsprecherdurchsage geschaltet werden, die auf den nicht erlaubten Aufenthalt hinweist. Laut Pressemitteilung erhofft sich die Verwaltung auch dadurch einen positiven Effekt. Sollte sich das Pilotprojekt am ASGSG bewähren, könnte die Radartechnologie laut Stadt künftig an weiteren Standorten in Marl eingesetzt werden.