
Marl: Schulstraßen sollen Kinder schützen
In Marl werden vor sechs Grundschulen Straßen gesperrt. Die Stadt testet Schulstraßen gegen Elterntaxis und gefährliche Wendemanöver. Welche Schulen betroffen sind, steht im Überblick.
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Besserer Schutz für Grundschüler in Marl auf dem Schulweg
An sechs Grundschulen richtet die Stadt zum Schulstart am Mittwoch (02.09.) sogenannte Schulstraßen ein. Autos dürfen dann zu bestimmten Zeiten nicht mehr direkt bis vor die Schulen fahren, Anwohner sind von den Regelungen ausgenommen. Nach Angaben der Stadt läuft der Verkehrsversuch zunächst ein Jahr. Danach soll entschieden werden, ob die Durchfahrtverbote dauerhaft bleiben.
Marl testet Schulstraßen an sechs Grundschulen
Betroffen sind die Overbergschule, die Grundschule Sickingmühle, die Aloysiusschule, die Bonifatiusschule, die Haard-Johannes-Schule und die Heinrich-Kielhorn-Schule. Die Stadt teilt in ihrer Pressemitteilung mit, dass es an diesen Standorten zuvor unter anderem Meldungen über gefährliche Wendemanöver gegeben habe. Deshalb gelte zum Unterrichtsbeginn ein zeitlich befristetes Durchfahrtsverbot für Autos. Der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei sollen die neue Regelung überwachen. Während des einjährigen Tests seien nach Angaben der Stadt auch Anpassungen möglich.
„Wir wollen den Hol- und Bringverkehr besser organisieren und so die Sicherheit für Schülerinnen und Schüler erhöhen.“ – Thomas Terhorst, Bürgermeister der Stadt Marl
Polizei kontrolliert Schulwege im Kreis Recklinghausen
Parallel zum Schulstart kündigt die Polizei im Kreis Recklinghausen verstärkte Kontrollen rund um Schulen an. Geachtet werde nach Polizeiangaben besonders auf Geschwindigkeit, die Sicherung von Kindern im Auto und die Verkehrssicherheit von Fahrrädern. Außerdem weist die Polizei darauf hin, dass zwei Personen auf einem E-Scooter nicht fahren dürfen und E-Scooter erst ab 14 Jahren erlaubt sind. Eltern sollten Bereiche vor Schulen möglichst freihalten und Kinder die letzten Meter zu Fuß gehen lassen.
Marl gibt Eltern Tipps für den Schulweg
Die Stadt empfiehlt Eltern, den Schulweg schon vor dem ersten Schultag gemeinsam mit ihren Kindern zu üben. In der Mitteilung heißt es, nicht immer sei der kürzeste Weg auch der sicherste. Kinder sollten auf Straßenquerungen, Kreuzungen, Ein- und Ausfahrten sowie auf Bereiche mit viel Verkehr vorbereitet werden. Wenn das Auto ausnahmsweise nötig sei, sollten ausgewiesene Elternhaltestellen genutzt werden.