
Marl: Stadt warnt vor falschen Jugendamtsmitarbeitern
In Marl warnen Behörden vor falschen Jugendamtsmitarbeitern. In Drewer sollen Unbekannte mit einer Kindeswohlprüfung Zutritt verlangt haben.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.04.2026 09:54
Marl-Drewer: Fall mit falscher Kindeswohlprüfung
Die Stadt Marl warnt vor Betrügerinnen und Betrügern, die sich als Mitarbeiter des Jugendamtes ausgeben. Nach Angaben der Stadt ist in den vergangenen Tagen ein Fall im Stadtteil Drewer bekannt geworden. Unbekannte sollen versucht haben, sich unter dem Vorwand einer Kindeswohlüberprüfung Zutritt zur Wohnung einer Familie zu verschaffen. Die Warnung wurde am Montag (20.04.2026) veröffentlicht.
Stadt Marl: Betrüger wollen sich Zutritt zu Wohnung verschaffen
Nach Angaben der Stadt hätten die Unbekannten behauptet, eine dringende Kindeswohlüberprüfung durchführen zu müssen. Außerdem sollen sie vorgegeben haben, Kinder in Obhut nehmen zu müssen, um das Vertrauen der Eltern zu gewinnen. Die Stadt beschreibt das als Betrugsmasche, mit der sich Täter Zugang zu Wohnungen verschaffen wollen. Zu möglichen Tatverdächtigen oder weiteren Fällen machte die Stadt zunächst keine weiteren Angaben.
Marl: So läuft ein echter Besuch des Jugendamts ab
Das Jugendamt der Stadt Marl teilt mit, echte Mitarbeitende kündigten geplante Besuche im Vorfeld an. Wenn es unangekündigte Überprüfungen gebe, wiesen sich Beschäftigte mit einem Dienstausweis aus. In Zweifelsfällen rät die Stadt dazu, die Identität direkt beim Jugendamt oder bei der Polizei überprüfen zu lassen. Wer an der Haustür unsicher ist, sollte Personen nicht ohne Prüfung in die Wohnung lassen.
„Echte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde informieren im Vorfeld über geplante Besuche und weisen sich bei unangekündigten Überprüfungen mit einem Dienstausweis aus.“
- Stadt Marl, Jugendamt
Marl: Stadt und Polizei raten zu Wachsamkeit
Die Stadt Marl bittet Bürgerinnen und Bürger, verdächtige Vorfälle umgehend zu melden. Das gilt nach den Angaben besonders dann, wenn jemand unter Zeitdruck Zutritt verlangt oder sich auf angeblich dringende Maßnahmen beruft. Hinweise können direkt an das Jugendamt oder an die Polizei gehen. Die Warnung bezieht sich ausdrücklich auf den Schutz von Familien und auf mögliche Beeinträchtigungen der Arbeit des Jugendamtes.