
Mord an eigener Ehefrau: Lebenslange Haft für Dorstener
Das Landgericht Essen hat einen Mann aus Dorsten wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Opfer war seine eigene Ehefrau.
Veröffentlicht: Freitag, 19.06.2026 05:29
Wegen Mordes verurteilt: Dorstener sah Ehefrau als minderwertiges Objekt an
Weil er seine eigene Ehefrau umgebracht hat, muss ein Mann aus Dorsten jetzt lebenslang hinter Gitter. Das hat das Essener Landgericht entschieden. Die Richter verurteilten ihn wegen Mordes. Der 27-Jährige hatte die Mutter von drei Kindern geschlagen und gewürgt, bis sie starb. Er soll sie laut Urteil als minderwertiges Objekt betrachtet haben, mit der er alles machen könne, was er wolle. Der Richter sprach von einem "tief sitzenden Macht- und Besitzdenken" bei dem Täter. Die junge Mutter aus Dorsten hatte demnach keine Chance: Sie starb an einer Kombination aus Verblutungen, Blut in der Lunge und Sauerstoffmangel.
Probleme mit häuslicher Gewalt wohl schon vor dem Mord
Passiert war die Tat Mitte Oktober letzten Jahres. Offenbar hatte es vor der Tat schon öfter Probleme mit häuslicher Gewalt gegeben. Der Mann soll seine Ehefrau immer wieder geschlagen haben. Erst zwei Stunden vor der Tat war er deshalb von der Polizei der Wohnung verwiesen worden. Weil er betrunken gewesen war, hatten die Beamten ihm damals sogar noch die Autoschlüssel abgenommen. Das wollte der Dorstener nach Angaben der Richter aber nicht akzeptieren. Später kam er vermutlich durch ein angekipptes Fenster zurück und brachte seine Frau um. Die drei Kinder im Alter von damals 2 bis 7 Jahren blieben unverletzt. Im Prozess hatte der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.