
Mordverdacht: 17-Jährige aus Castrop-Rauxel festgenommen
Fahnder haben die 17-jährige Tatverdächtige aus Castrop-Rauxel nach monatelanger Flucht in Litauen festgenommen. Die Jugendliche soll im Januar einen gleichaltrigen Jungen getötet haben.
Veröffentlicht: Montag, 22.06.2026 11:54
Festnahme in Litauen nach monatelanger Flucht
Zielfahnder des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen haben am Freitag (19.06.) eine 17-Jährige in Litauen festgenommen. Die junge Frau aus Castrop-Rauxel steht seit mehreren Monaten unter dringendem Mordverdacht und wurde international gesucht. Sie soll im Januar einen 17-Jährigen aus Castrop-Rauxel ohne Grund mit einem Messer getötet haben. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und den litauischen Behörden gelang der Polizei nun der Fahndungserfolg.
Das ist im Januar in Castrop-Rauxel passiert
Im Januar (14.01.) war ein 17-jähriger junger Mann an der Wartburgstraße in Castrop-Rauxel an einer schweren Stichverletzung im Halsbereich gestorben. Die Polizei nahm die gleichaltrige Verdächtige zunächst vor Ort fest, musste sie jedoch nach einer ersten Vernehmung wieder entlassen. Zu diesem Zeitpunkt konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sie sich in einer Notwehrsituation gegen einen sexuellen Übergriff verteidigt hatte. Das hatte sie in ihrer Vernehmung angegeben. Die weiteren Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Dortmund führten jedoch zu einer neuen Bewertung der damaligen Ereignisse.
Beweise durch Auswertung von Handydaten
Den entscheidenden Wendepunkt in dem Fall brachten die Auswertungen des Handys der 17-Jährigen. Die Beamten fanden darauf konkrete Hinweise, dass die Tat bereits im Vorfeld geplant gewesen sein soll. Laut den Ermittlungsbehörden besteht der dringende Verdacht, dass die junge Frau den 17-Jährigen ohne rechtfertigenden Grund und heimtückisch mit einem Messer getötet hat. Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse erließ das Amtsgericht Dortmund bereits im Januar (23.01.) einen Haftbefehl wegen Mordes. Seit diesem Zeitpunkt lief die Suche nach der flüchtigen Castrop-Rauxelerin auf Hochtouren. Die Familie des Opfers hatte 20.000 Euro Belohnung ausgelobt für Hinweise, die zu der Gesuchten führen.