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Polizeiautos stehen vor einer ausgeleuchteten Straße am Tatort
© 7aktuell.de | Marc Gruber
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Mordverdacht: 17-Jährige aus Castrop-Rauxel festgenommen

Fahnder haben die 17-jährige Tatverdächtige aus Castrop-Rauxel nach monatelanger Flucht in Litauen festgenommen. Die Jugendliche soll im Januar einen gleichaltrigen Jungen getötet haben.

Veröffentlicht: Dienstag, 23.06.2026 07:17

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Festnahme in Litauen nach monatelanger Flucht

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Zielfahnder des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen haben am Freitag (19.06.) eine 17-Jährige in Litauen festgenommen. Die junge Frau aus Castrop-Rauxel steht seit mehreren Monaten unter dringendem Mordverdacht und wurde international gesucht. Sie soll im Januar einen 17-Jährigen aus Castrop-Rauxel ohne Grund mit einem Messer getötet haben. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und den litauischen Behörden gelang der Polizei nun der Fahndungserfolg.

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Familie des Opfers reagiert mit Tränen und Begeisterung

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Wegen eines europäischen Haftbefehls wird sie in Litauen festgehalten. Sie kann entweder selbst zustimmen, nach Deutschland gebracht zu werden oder die Generalstaatsanwaltschaft kann über eine Auslieferung entscheiden. Die Familie habe die Neuigkeiten mit Begeisterung und Tränen aufgenommen, sagt der Anwalt der Familie, Burkhard Benecken, im Radio Vest Interview. Monatelang habe die Familie gebangt, ob die mutmaßliche Mörderin des Sohnes überhaupt jemals gefasst werde.

„Da muss man jetzt wirklich auch mal sagen, großes Kompliment an die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden, an die internationale Kooperation. Und es ist eine wahnsinnige Erleichterung, dass es zum Prozess kommt, zur Aufklärung und hoffentlich dann auch zu einem gerechten Urteil.“ – Burkhard Benecken, Anwalt der Familie des Opfers
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Das ist im Januar in Castrop-Rauxel passiert

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Im Januar (14.01.) war ein 17-jähriger junger Mann an der Wartburgstraße in Castrop-Rauxel an einer schweren Stichverletzung im Halsbereich gestorben. Die Polizei nahm die gleichaltrige Verdächtige zunächst vor Ort fest, musste sie jedoch nach einer ersten Vernehmung wieder entlassen. Zu diesem Zeitpunkt konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sie sich in einer Notwehrsituation gegen einen sexuellen Übergriff verteidigt hatte. Das hatte sie in ihrer Vernehmung angegeben. Die weiteren Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Dortmund führten jedoch zu einer neuen Bewertung der damaligen Ereignisse.

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Beweise durch Auswertung von Handydaten

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Den entscheidenden Wendepunkt in dem Fall brachten die Auswertungen des Handys der 17-Jährigen. Die Beamten fanden darauf konkrete Hinweise, dass die Tat bereits im Vorfeld geplant gewesen sein soll. Laut den Ermittlungsbehörden besteht der dringende Verdacht, dass die junge Frau den 17-Jährigen ohne rechtfertigenden Grund und heimtückisch mit einem Messer getötet hat. Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse erließ das Amtsgericht Dortmund bereits im Januar (23.01.) einen Haftbefehl wegen Mordes. Seit diesem Zeitpunkt lief die Suche nach der flüchtigen Castrop-Rauxelerin auf Hochtouren.

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Belohnung von 20.000 Euro liefert Hinweise auf Gesuchte

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Die Familie des Opfers hatte 20.000 Euro Belohnung ausgelobt für Hinweise, die zu der Gesuchten führen. Kurz nach der Veröffentlichung habe es die ersten Hinweise gegeben, sagt Anwalt Burkhard Benecken.

„Insbesondere [gab es Hinweise] von einer Dame aus dem Kreis Recklinghausen, auf einen Aufenthalt der mutmaßlichen Mörderin in Litauen. Sie hat uns auch weitere Hintergründe genannt, die ich sofort an die Staatsanwaltschaft in Dortmund weitergeleitet habe.“ – Burkhard Benecken, Anwalt der Familie des Opfers

Er könne sich sehr gut vorstellen, dass das der entscheidende Hinweis war. Sollte es so sein, bekomme diese Dame von der Familie selbstverständlich die Kaution in Höhe von 20.000 Euro ausgezahlt.

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