Opfer entlastet Ehefrau vor Gericht

Im Prozess um ein fast tödliches Ehedrama in Bottrop-Kirchhellen hat das Opfer seine Frau vor Gericht gut dastehen lassen. Der 62-Jährige nannte sie eine "herzensgute Frau".


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Die 55-Jährige hatte im Prozess gestanden, auf ihren Mann eingestochen zu haben. Sie muss sich deshalb wegen versuchten Mordes verantworten. Ob er mit ihr noch einmal zusammenkomme, wisse er nicht; aber er habe keine Angst vor ihr, sagte der Mann. Er war wegen einer kollabierten Lunge fast gestorben. Seine damals alkoholisierte Frau hatte ihm nach 34 Jahren mit einem Messer in die Schulter gestochen. Einen zweiten Stich, der die Lunge verletzte, bestritt sie aber. Und auch ihr Mann sprach nur von einem Messerstich. Als er damals ins Krankenhaus eingeliefert wurde, waren wegen akuter Sauerstoffunterversorgung schon Lippen und Hände blau angelaufen - Ärzte sprachen von einer "akut lebensbedrohlichen Situation".

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