
Phosphor-Granate in Dorsten an der A 31 entdeckt
Bei Bauarbeiten für eine Wasserstoffleitung in Dorsten ist eine Phosphor-Granate gefunden worden. Aus dem Sprengkörper drang weißer Rauch - mittlerweile wurde die Granate entschärft.
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Fund am Rütherweg zwischen Deuten und Rhade
Ein Baggerfahrer hat am Dienstagvormittag (15.09.26) bei Bauarbeiten für eine Wasserstoffleitung in Dorsten einen Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Nach Einschätzung von Experten der beauftragten Baufirma handelt es sich vermutlich um eine Phosphor-Granate. Der Fundort liegt am Rütherweg zwischen den Ortsteilen Deuten und Rhade - direkt an der A 31. Wohnbebauung gibt es in der näheren Umgebung nicht.
Weißer Rauch drang aus dem Sprengkörper
Als der Baggerfahrer die Granate mit seiner Schaufel berührte, drang weißer Rauch aus dem Sprengkörper. Der Arbeiter schüttete daraufhin Erde über das Fundstück und verließ umgehend den Bereich. Bei Phosphor-Granaten handelt es sich um Artillerie- oder Waffengeschosse, die im Zweiten Weltkrieg als Brand- oder Nebelmittel eingesetzt wurden. Weißer Phosphor entzündet sich bei Kontakt mit Sauerstoff an der Luft selbst und brennt bei Temperaturen von rund 1.300 Grad Celsius. Der Rauch gilt als gesundheitsschädlich.
Entwarnung: Brandbombe wurde unschädlich gemacht
Einsatzkräfte der Feuerwehr haben die Granate kontrolliert abbrennen lassen. Anschließend wurde sie mit Erde abgedeckt. Der Kampfmittelräumdienst in Arnsberg ist auf dem Weg, um die Brandbombe abzuholen. Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, sagte ein Sprecher der Stadt Dorsten. Auch Sperrungen seien nicht notwendig gewesen.