
RE / Marl: Jugendliche zünden Pyrotechnik - Polizei reagiert
Jugendliche haben in Marl-Hüls und Recklinghausen Feuerwerkskörper gezündet und Mülltonnen angezündet. Die Polizei verstärkt jetzt ihre Präsenz in beiden Städten.
Veröffentlicht:
Mülltonnen angezündet & Feuerwerk auf Rettungskräfte geworfen
An zwei Abenden haben Jugendliche in Marl-Hüls und der Recklinghäuser Innenstadt Feuerwerkskörper gezündet, Mülltonnen angezündet und Pyrotechnik in ein Einkaufszentrum geworfen. Am Samstag (17.10.26) versammelten sich die Jugendlichen in Marl-Hüls und warfen in den Abendstunden Feuerwerkskörper - auch gegen ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr - und zündeten eine Mülltonne an. Zwei Tage später, am Montag (19.10.26), wiederholten sich die Vorfälle: In Marl-Hüls brannte erneut eine Mülltonne, in der Recklinghäuser Innenstadt warfen Jugendliche Pyrotechnik - unter anderem in ein Einkaufszentrum. Verletzt wurde bei den Vorfällen niemand.
Strafverfahren und Platzverweise für Jugendliche in Recklinghausen & Marl
Die Polizei leitete nach den Vorfällen Strafverfahren wegen Widerstands, Sachbeschädigung durch Feuer und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein. Am Montagabend (19.10.26) stellten Beamte bei zwei Jugendlichen illegale Pyrotechnik sicher. Beide wurden vorübergehend zur Polizeiwache gebracht. Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte in den vergangenen Tagen mehrere Dutzend Jugendliche, stellten ihre Personalien fest und erteilten Platzverweise. Danach beruhigte sich die Lage an beiden Abenden. Die Polizei führt laut eigenen Angaben mit jedem vor Ort angetroffenen Jugendlichen eine Gefährderansprache durch und prüft Bereichsbetretungsverbote. Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 18 Jahre alt und stammen überwiegend aus Marl und Recklinghausen.
Recklinghausen / Marl: Erhöhte Polizeipräsenz - auch mit Blick auf Halloween
Ab sofort ist die Polizei in Marl und Recklinghausen deutlich verstärkt im Einsatz. Ziel ist es laut Polizei, weitere Störungen zu verhindern, bei Verstößen konsequent einzuschreiten und das Sicherheitsgefühl der Menschen in beiden Städten zu stärken. Die Polizei Recklinghausen steht dabei in engem Austausch mit der Stadt Marl. Die aktuellen Vorfälle fließen auch in die Vorbereitungen für die Halloween-Nacht ein. Polizei und Stadt hatten in den vergangenen Jahren gemeinsam ein Bündel an Maßnahmen entwickelt - die letzte Halloween-Nacht verlief daraufhin weitgehend ruhig.