
Recklinghausen: Prozess um brutalen REWE-Überfall gestartet
Drei Jahre nach dem Überfall auf einen REWE-Markt in Recklinghausen beginnt jetzt der Prozess. Ein 44-Jähriger muss sich wegen besonders schweren Raubes verantworten.
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Anklage: Besonders schwerer Raub und gefährliche Körperverletzung
Fast genau drei Jahre nach dem Überfall auf den REWE-Markt auf dem Westring in Recklinghausen hat am Dienstag (03.11.26) vor dem Landgericht Bochum der Prozess begonnen. Angeklagt ist Senaid T. (44) - die Staatsanwaltschaft wirft ihm besonders schweren Raub und gefährliche Körperverletzung vor. Laut Anklage soll Senaid T. am Freitagabend (10.11.23) die Büroräume des Supermarkts betreten und eine Mitarbeiterin mit einer Spielzeugpistole bedroht haben. Er soll von ihr die Herausgabe des Tresorschlüssels gefordert haben. Als die Frau angab, den Schlüssel nicht zu haben, soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein.
Über 13.000 Euro Beute
Der Angeklagte soll sie an den Haaren gezogen und ihr die Spielzeugpistole mehrfach gegen den Kopf geschlagen haben. Dabei sollen ihr Haare ausgerissen worden sein, zudem soll sie eine Beule am Kopf erlitten haben. Als der Tresorschlüssel der Frau schließlich aus der Hosentasche fiel, soll der Angeklagte ihn an sich genommen, den Tresor geöffnet und insgesamt 13.145 Euro Bargeld mitgenommen haben. Laut Polizeimeldung von damals sperrte er die Mitarbeiterin anschließend in einem Büro ein. Eine Kollegin konnte sie befreien. Die Frau musste im Rettungswagen behandelt werden. Als die Polizei eintraf, war der Täter bereits verschwunden. Die Ermittler leiteten kurz darauf eine Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos aus der Überwachungskamera ein.