Stieftochter missbraucht: Bewährungsstrafe für Frührentner

Das Bochumer Landgericht hat einen 55-jährigen Frührentner aus Recklinghausen zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

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Der Angeklagte soll vor mehr als zehn Jahren seine Stieftochter in mindestens drei Fällen sexuell missbraucht haben. Er selbst bezeichnete die Übergriffe jedoch bis zuletzt als Lügenmärchen. Die heute 20 Jahre alte Stieftochter hatte sich 2018 bei der Polizei gemeldet und Anzeige erstattet. Ursprünglich berichtete sie dabei von mehr als 40 Vorfällen, bei denen der Angeklagte sie sexuell missbraucht haben soll. Diese sollen sich in den Jahren 2008 und 2009 in der damaligen Familienwohnung in Recklinghausen ereignet haben. Die Richter sind jedoch nur in drei Fällen zu hundert Prozent sicher, dass sich die Taten wirklich so wie geschildert zugetragen haben. Dabei stützten sie sich auf ein Glaubwürdigkeitsgutachten, das sie eigens eingeholt hatten.

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