Todesfahrt am Schloss Lembeck war Unfall

Die Todesfahrt am Schloss Lembeck, bei der im September 2018 eine Frau überfahren wurde, war kein Mord, sondern ein Unfall.

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Das hat das Essener Schwurgericht entschieden und den Ehemann des Opfers wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Der 79-jährige Rentner muss für drei Jahre in Haft.

Bis zuletzt zeigte sich die Staatsanwaltschaft davon überzeugt, dass der Angeklagte seine Frau absichtlich beim Rückwärtsfahren überrollt hat. Er habe das getan, um frei für eine Geliebte zu sein, hieß es im Plädoyer. Diese These ließ sich nach Ansicht der Richter jedoch nicht sicher beweisen. Auch ein Unfall-Gutachten überzeugte die Kammer nicht. Die Richter schließen nicht aus, dass das Opfer stürzte und dabei unter das Auto geriet. Die 65-jährige Frau hatte dabei schwere Verletzungen am Brustkorb erlitten und war noch auf dem Parkplatz des Schlosses verblutet.

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